Pädagogische Ziele, Methoden und Aktivitäten

Soziales Lernen

Der partnerschaftliche Erziehungsstil in unserer Einrichtung ist die Grundlage fĂŒr soziales Lernen. Anerkennung und WertschĂ€tzung der Kinder fördert die positive soziale und emotionale Entwicklung.

Schwerpunkte sind die Gestaltung der Übergangs- und Eingewöhnungphase sowie die Einrichtungs- und GruppenatmosphĂ€re.

Die Kinder erfahren, dass Regeln sinnvoll und wichtig fĂŒr das soziale Miteinander sind. Alters- und entwicklungsentsprechend werden Regeln auch zusammen mit den Kindern festgelegt.

Persönliche Fähigkeiten

Selbstwahrnehmung, kognitive und physische Kompetenzen sind eine wichtige Grundlage fĂŒr die Entwicklung der Kinder, fĂŒr das Leben in der Gesellschaft und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.

  • Selbstwahrnehmung

Die Kinder entwickeln ein positives SelbstwertgefĂŒhl (sie empfinden sich als wertvoll) durch respektvollen, wertschĂ€tzenden Umgang miteinander.

Autonomie- (selbst bestimmen, was und wie man etwas tun will) und Kompetenzerleben ("Ich kann etwas") erfahren die Kinder durch vielfÀltige Aufgaben im tÀglichen Miteinander und bei gezielten Angeboten, die dem Entwicklungs- und Leistungsniveau der Kinder entsprechen.

Dadurch entwickeln die Kinder FÀhigkeiten, die es ihnen ermöglichen, Aufgaben/Probleme aufgrund eigener Kompetenzen zu bewÀltigen und das eigene Verhalten selbst zu bewerten.

  • Kognitive Kompetenzen

Wir fördern die differenzierte Wahrnehmung durch die Einbeziehung aller Sinne. Im tÀglichen Miteinander und bei gezielten Angeboten regen wir die DenkfÀhigkeit und das GedÀchtnis der Kinder an.

  • Physische Kompetenzen

Auch körperliche FĂ€higkeiten sind ein grundlegender Baustein fĂŒr die Entwicklung der Kinder. Die Kinder erfahren Verantwortung fĂŒr Gesundheit und körperliches Wohlbefinden, wir fördern die Grob- und Feinmotorik und die Regulierung von körperlicher Anspannung (Abwechslung von Anstrengung und Entspannung).

Soziale Fähigkeiten

Im tĂ€glichen Miteinander in der Kindergartengruppe entwicklen sich die sozialen FĂ€higkeiten des Kindes schrittweise weiter. Das Kind entwickelt Selbstbewußtsein, Selbstvertrauen, KontaktfĂ€higkeit, Demokratisches Verhalten, KonfliktfĂ€higkeit und TeamfĂ€higkeit.

Alltagsfähigkeiten

"Hilf mir, es selbst zu tun". Dieser Leitsatz von Maria Montessori ist fĂŒr uns die Grundlage den Kindern den Erwerb von AlltagsfĂ€higkeiten zu ermöglichen. Die Gestaltung der RĂ€umlichkeiten, der Tagesablauf und vielfĂ€ltige Angebote fördern die Eigenverantwortung und SelbstĂ€ndigkeit der Kinder.

Das Spielmaterial ist fĂŒr alle Kinder offen und frei zugĂ€nglich. In der Freispielzeit entscheiden die Kinder selbst, was und mit wem sie spielen wollen.

Bei der gleitenden Brotzeit z. B. entscheiden die Kinder selbst, wann sie essen wollen, spĂŒlen ihr Geschirr selbst ab und sĂ€ubern den Brotzeitplatz. Auch im Waschraum und der Toilette sowie beim Aus- und Anziehen im Turnsaal fördern und unterstĂŒtzen wir die SelbstĂ€ndigkeit der Kinder. Bei Festen und Feiern beziehen wir die Kinder aktiv in die Vorbereitungen mit ein (einkaufen, vorbereiten des Essens, tischdecken, usw.)

Mädchen und Jungen

Wir unterstĂŒtzen die Kinder bei der Entwicklung ihrer GeschlechtsindentitĂ€t als MĂ€dchen und Jungen und wirken auf Gleichberechtigung hin.

Wir greifen Interessen, Vorlieben, WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse der Kinder auf und schaffen Rahmenbedingung fĂŒr deren Umsetzung.

Interkulturelles Lernen

Interkulturelles Lernen findet bei uns im Rahmen von speziellen Themen oder bei Projektarbeiten statt.

Werteorientierung und Religion

Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenĂŒber. Sie stellen Grundfragen nach dem Anfang und Ende, nach dem Sinn und Wert ihrer selbst und nach Leben und Tod. In ihrer Konstruktion der Welt und ihrem unermesslichem Wissensdrang sind Kinder kleine Philosophen und Theologen. Die Frage nach Gott kann fĂŒr sie in diesem Sinne eine zentrale Lebensfrage sein. Kinder sind darauf angewiesen, vertrauensbildende Grunderfahrungen zu machen, die sie ein Leben lang tragen.

Glauben leben - Glauben erleben: wie sieht das bei uns aus?

  • Gott in Erfahrung bringen ĂŒber mitmenschliche BezĂŒge

Das Kind erfĂ€hrt, dass dort, wo Menschen in GĂŒte und Liebe zueinander stehen, Gott erfahrbar wird; Gott wirkt durch die Menschen und wird durch sie transparent (eingehen auf die Fragen der Kinder, anhören ihrer Zweifel, sprechen ĂŒber ihre Ängste, auseinandersetzen mit ihren Konflikten, teilen ihrer Freude).

  • Gott erfahren ĂŒber Dinge und KrĂ€fte der Natur - von Gottes Schöpfung fasziniert sein

Erst wenn die Kinder das Wunder des Lebens in vielfĂ€ltiger Weise erfahren und erleben dĂŒrfen, können sie begreifen, wie wichtig es fĂŒr uns alle ist, dass die Umwelt, in der wir leben, uns erhalten bleibt und dass wir alles dafĂŒr geben mĂŒssen, sie zu schĂŒtzen und zu bewahren, wenn wir selbst leben wollen (SpaziergĂ€nge, Beobachtungen in der Natur, Staunen ĂŒber das Kleine, Anschauungen). Das Staunen ĂŒber die Schöpfung fĂŒhrt zum respektvollen Umgang mit der Umwelt als Verantwortung der Schöpfung gegenĂŒber.

  • Gott erfahren ĂŒber Jesus uns seine frohe Botschaft

Durch ErzÀhlungen aus dem Leben Jesu werden die Kinder vertraut mit seiner frohen Botschaft. Wir feiern christliche Feste im Jahreslauf und pflegen religiöses Brauchtum. Die Kinder lernen verschiedenen Formen des GesprÀchs mit Gott kennen (Gebet, Gesang, Tanz).

Sprache

Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung fĂŒr schulischen und beruflichen Erfolg und fĂŒr eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulurellen Leben.

Wir schaffen eine AtmosphĂ€re, in der Kinder WertschĂ€tzung erfahren und in der sie unbeschwert sprechen, zuhören und ihre Sprache weiterentwickeln können. Das Kind erwirbt Freude am Sprechen und am Dialog, es lernt, aktiv zuzuhören und seine Gedanken und GefĂŒhle sprachlich differenziert mitzuteilen. Neben vielfĂ€ltigen sprachlichen Angeboten (BĂŒcher, Geschichten, Fingerspiele, Reime) fördern vor allem auch die regelmĂ€ĂŸig stattfindenden Kinderkonferenzen die Sprachkompetenz.

Die Vorschulkinder erfahren im Projekt "Literacy" zusĂ€tzliche Förderung im sprachlichen und literarischen Bereich."Literacy" umfasst den Bereich der Sprach- und Schriftkultur und schafft Grundlagen fĂŒr das Schreiben- und Lesenlernen in der Schule.

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Die Kinder lernen die Bedeutung und Verwendungsmöglichkeiten von alltĂ€glichen informationstechnischen GerĂ€ten und von Medien in ihrer Lebenswelt kennen (z. B. Fernsehen, Video, Fotos, Dias, CD-Spieler, Internet, Telefon, BĂŒcher, Zeitschriften, Zeitung, usw.). Medienbildung zielt darauf ab, Risiken entgegenzuwirken, die Oriertierungskompetenz zu stĂ€rken und die positiven Potentiale nutzbar zu machen.

Mathematik

Durch das regelmĂ€ĂŸige Angebot grundlegender mathematischer Erfahrungsbereiche unterstĂŒtzen wir die Kinder in der Entwicklung mathematischer Kompetenzen. Vieles, was Kinder im Alltag erleben, verrichten und vieles, mit dem Kinder spielen, beinhalten mathematische Grunderfahrungen. Die PrĂ€senz von geometrischen Formen und Zahlen (z. B. AlltagsgegenstĂ€nde, Regel- und WĂŒrfelspielen, spezielle Spielmaterialien, usw.) und das Angebot von mathematischem Werkzeug (z. B. MaßbĂ€nder, Waagen) macht die Welt der Mathematik fĂŒr die Kinder sichtbar und tĂ€glich erfahrbar. DarĂŒber hinaus finden vor allem fĂŒr die Vorschulkinder gezielte Lernangebote statt, in denen Kinder entsprechend ihrer Entwicklung "mathematische" Denk- und Handlungsweisen erproben und einĂŒben können (z. B. Projekt "Im Zahlenland"). Wichtig ist uns, die ursprĂŒngliche Neugierde und Offenheit, mit der die Kinder der Welt der Mathematik begegnen, zu erhalten und das weitere Interesse zu wecken.

Naturwissenschaften und Technik

Wir greifen den Forscherdrang und die Neugierde der Kinder auf und unterstĂŒtzen und fördern dies durch attraktive Lernangebote. Zentraler Ausgangspunkt sind die Fragen der Kinder. Die Kinder erfahren, dass es sich lohnt, neugierig zu sein und viele Fragen zu stellen. Die Position der Erziehers ist hierbei nicht die eines "Experten", sondern eines gleichberechtigten Partners, der sich gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Lösungen und ErklĂ€rungen begibt. Experimente fördern die eigenaktive ForschertĂ€tigkeit und viele daraus resultierende "Aha-Erlebnisse" unterstĂŒtzen die Freude und Lust am Lernen. Spezielle Spiel- und Lernmatierialien wie z. B. Lupen, Magnete, MessgerĂ€te, Waagen, Landkarten, usw. runden das Angebot zu diesem Bildungsbereich ab.

Umwelt

Ziel der Umweltbildung und -erziehung ist es, die Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren, sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen, die Umwelt zu schĂŒtzen und sie auch noch fĂŒr nachfolgende Generationen zu erhalten.

  • die Kinder nehmen die Umwelt mit allen Sinnen wahr: hören, sehen, riechen, schmecken, tasten, fĂŒhlen
  • wir beobachten Umwelt- und NaturvorgĂ€nge im Jahreskreislauf
  • durch Anschauungen wecken wir bei den Kindern das "Staunen ĂŒber das Kleine" (z. B. Pflanzen, Tiere)
  • wir fördern Umweltschutz und Umweltbewusstsein (z. B. MĂŒllvermeidung, MĂŒlltrennung, Umweltprobleme erkennen und Lösungsmöglichkeiten finden)

Es finden hier auch viele Überschneidungen mit anderen Bildungsbereichen statt, wie z. B. Wertorientierung und ReligiositĂ€t, Naturwissenschaften und TechnĂ­k, Gesundheit.

Ästhetik, Kunst und Kultur

Ästhetische Bildung ist vor allem die Bildung von sinnlicher Wahrnehmung und KreativitĂ€t und ist eng mit Kunst und Kultur verbunden. Im Dialog mit seiner Umwelt lernt das Kind, diese mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen, sie bildnerisch zu gestalten und spielend in verschiedene Rollen zu schlĂŒpfen. Es endeckt und erfĂ€hrt dabei eine Vielfalt an Möglichkeiten und Darstellungsformen als Mittel, seine EindrĂŒcke zu ordnen, seine Wahrnehmung zu struktuieren und GefĂŒhle und Gedanken auszudrĂŒcken.

Das Ambiente in unserer Einrichtung, die Gestaltung der RĂ€ume - bei der die Kinder auch miteinbezogen werden - bieten reichhaltige Möglichkeiten fĂŒr Ă€sthetische Empfindungen und Erfahrungen. Dies wird weiter unterstĂŒtzt durch die WertschĂ€tzung und der entsprechenden PrĂ€sentation der bildnerischen Arbeiten der Kinder. Der, je nach Jahreszeit oder Thema, gestaltete Brotzeittisch und die bei Festen und Feiern besonders gedeckten Tische gehören ebenfalls in diesen Bereich.

In jeder Gruppe steht den Kindern ein eigener Bereich zum kreativen Gestalten zur VerfĂŒgung. Wir bieten den Kindern dort vielfĂ€ltige Materialien an, mit denen sie selbststĂ€ndig arbeiten und experimentieren können.

Musik

Das Kind erfĂ€hrt Musik als Quelle von Freude und Entspannung sowie als Anregung zur KreativitĂ€t. Wir fördern bei den Kindern die Freude am gemeinsamen Singen, musizieren und sich durch Musik auszudrĂŒcken und bieten viele Möglichkeiten, Musik zu erleben und bewusst wahrzunehmen.

Das gemeinsame Singen ist in der Regel fester Bestandteil im Tagesablauf (z. B. im Morgenkreis).

Die Kinder nutzen ihre körpereigenen Instrumente (z. B. HĂ€nde und FĂŒĂŸe zum Klatschen und Stampfen) wir beziehen Orff-Instrumente mit ein und bauen mit den Kindern auch selbst Instrumente (z. B. Rasseln).

In jeder Gruppe steht den Kindern ein CD-Spieler zur VerfĂŒgung um zum einen Musik anzuhören und zum anderen, die eigene Sprache, selbst gesunge Lieder oder erzeugte KlĂ€nge und Töne aufzunehmen und sie wiederzugeben.

Auch alle Feste und Feiern in unserer Kindertageseinrichtung werden musikalisch umrahmt.

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Bewegungserfahrungen sind sowohl fĂŒr die Gesundheit und Bewegungsentwicklung als auch fĂŒr die Entwicklung der Wahrnehmung und die kognitive und soziale Entwicklung wichtig. In unserem pĂ€dagogischen Angebot erhalten die Kinder ausreichend Möglichkeiten, ihr BewegungsbedĂŒrfnis zu stillen und ihre motorischen FĂ€higkeiten selbsttĂ€tig zu erproben und zu vertiefen.

Die naturnahe Lage unserer Einrichtung zum Schlossberg bietet den Kindern viele Bewegungserfahrungen in der freien Natur oder im Wald.

Weitere Bewegungsmöglichkeiten finden die Kinder in unserem Garten oder beim Besuch des Stadtspielplatzes.

Auch eine "Fußballwiese" steht den Kindern zur VerfĂŒgung. Im Winter nutzen wir diese Wiese fĂŒr unsere "Schneeruschterl".

Im Turnsaal finden die Kinder viele Anregungen zu Bewegung und Sport (z. B. Kletterwand, Sprossenwand, BĂ€lle, Reifen, Turnmatten, Langbank, usw.). Wir bieten den Kindern angleitete Bewegungsangebote, bei denen gezielte Bereiche gefördert werden (z. B. werfen, fangen, balancieren) oder eine "Bewegungsbaustelle", bei der der Kindern die Groß- und KleingerĂ€te frei nutzen können.

Rhythmik und Tanz sind - in Verbindung mit den musikalischen Angeboten - fester Bestandteil unserer pÀdagogischen Arbeit.

Gesundheit

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner BedĂŒrfnisse ist dabei das zentrale Thema. Die Kinder erfahren, dass gesunde ErnĂ€hrung und Bewegung wichtig fĂŒr die Gesunderhaltung des Körpers sind. Dies geschieht durch Angebote wie GesprĂ€che ĂŒber gesunde Brotzeit, gemeinsames Zubereiten von Mahlzeiten, vielfĂ€litge Bewegungsmöglichkeiten (vor allem draußen in der Natur), Entspannungsspiele und vieles mehr.

Ein fester Bestandteil ist auch der Besuch des Zahnarztes im Kindergarten.

Sonstige

Interessensgruppen am Nachmittag (14 Uhr bis 15 Uhr)

FĂŒr Kinder ab 4 Jahren:

  • Montag: musikalischer Nachmittag": die Kinder lernen die Vielfalt der Musik mit Gesang, Tanz, Rhythmus und Instrumenten kennen
  • Dienstag: "bewegter Nachmittag": Bewegungsangebote mit dem Raben „Rudi Fit“ im Turnsaal oder auch im Freien

FĂŒr Vorschulkinder:

  • Donnerstag: "kreativer Nachmittag": die Kinder erkunden mit der neugierigen Ameise „Fred“ die Welt des Forschens, Experimentierens und kreativen Gestaltens