Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Unsere pädagogischen Schwerpunkte sind in unserer Konzeption festgeschrieben.

Was uns wichtig ist:

Handlungsleitend für unsere fachliche Arbeit ist der "Situationsorientierte Ansatz". Bei all unseren Bemühungen und Aktivitäten steht das Kind im Mittelpunkt. Wir wollen Kinder stark machen für die Zukunft, die von ihnen Eigenverantwortung, Selbstbewußtsein und ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität verlangt. Die Lebenssituation der Kinder, ihre Bedürftnisse und Interessen nehmen wir deshalb als Ausgangspunkt für unsere Arbeit, damit Kinder Fähigkeiten erwerben, die sie möglichst selbstbestimmt und kompetent denken und handeln lässt. Es ist uns ein zentrales Anliegen, die Kinder bei ihrer Entwicklung zu mehr Selbständigkeit zu fördern und sie bei der Weiterentwicklung ihres gesunden Selbstwertgefühls zu unterstützen.

Projektarbeit, Kinderkonferenz, Freispiel und gruppenübergreifende Angebote, die die Kinder frei wählen können, sind deshalb wichtige Bestandteile unseres Kindergartenalltages. Mit Hilfe gezielter Beobachtung der Kinder ermitteln wir die Themen und Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit. Die Planung erfolgt zusammen mit den Kindern in der Kinderkonferenz. Hier machen sie von ihrem Mitsprache- und Entscheidungsrecht Gebrauch und üben erste demokratische Umgangsformen ein.

Wie wir arbeiten:

Projektarbeit ist forschendes Lernen

Projektarbeit ist entdeckendes Lernen

Projektarbeit ist partnerschaftliches und gleichberechtigtes Lernen

Projektarbeit ist eine konsequente Weiterentwicklung des Situationsansatzes

Denn: Menschen, insbesondere Kinder lernen dann am intensivsten und nachhaltigsten, wenn wir den Lebensalltag und die eigenen Erfahrungen zum Gegenstand des Lernens machen. Bei der Projektarbeit verzichten wir darauf, die Kinder zu belehren und zu beschäftigen und versuchen über das gemeinsame Tun und Erleben herauszufinden, was die Kinder tatsächlich beschäftigt.

Der Motor eines Projektes sind immer die Neugierde und das Entwicklungsbedürfnis der Kinder. Unser Erfahrungsvorsprung, unser Wissen und unsere Ziele dürfen hierbei die Kinder nicht entmündigen.

Projektarbeit darf sich nicht auf die Aneinanderreihung von Aktivitäten beschränken, die vom Erwachsenen iniziiert wurden.

Am Anfang eines Projektes steht die Projektinitiative. In dieser Phase beschäftigen wir uns mit der Themenfindung, die durch Beobachtung von Spielsituationen entstehen können. In einer Kinderkonferenz wird nach demokratischen Regeln abgestimmt.

Nun erfolgt die Bildung der Projektgruppe. Um die Umsetzung der Ziele des Bildungsplans (BEP) garantieren zu können, gehören die Vorschulkinder grundsätzlich zur Projektgruppe, während die jüngeren Kinder selbst entscheiden können, ob sie der Projektgruppe angehören wollen oder nicht.

Beim ersten Treffen der Projektgruppe entsteht die Projektskizze, als Verlaufsplan, in dem die einzelnen Schritte, Ideen und Wünsche festgehalten werden. Bei der Durchführung des Projekts planen und organisieren die Kinder die einzelnen Aktionen selbst und führen sie eigenständig durch. Dabei wird regelmäßig das Bisherige reflektiert.

Hier haben auch Eltern die Möglichkeit, sich am Projekt aktiv zu beteiligen. (z.B. durch Begleitung bei Besichtigungen...)

Das Projekt endet für die Kinder mit einem Höhepunkt(z.B. Fest, Ausflug, Film,...).

Offenes, gruppenübergreifendes Arbeiten:

"Eva aus der Gruppe Bär geht zum Bauteppich im Flur und spielt mit ihrem Freund Thomas aus der Gruppe Fuchs Bauernhof."

Solche gruppenübergreifenden Spielsituationen ermöglichen und unterstützen wir. Die anderen Gruppen und der Garten stehen den Kindern als zusätzlicher Spielbereich zur Verfügung.

Unsere Erfahrungen:

Durch die Verteilung der Kinder im ganzen Haus werden die Gruppenräume entzerrt und die Kinder können intensiver und ungestörter spielen. Die Kinder haben mehr Möglichkeit, sich in ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Selbständigkeit zu entfalten.

Wir können diese Freiräume nur gewähren, wenn

- einsichtige Regeln

- sinnvolle Verbote

- notwendige Einschränkungen

gemeinsam erarbeitet wurden und somit den Kindern und Erzieherinnen vertraut sind.

Um die Gesamt-Gemeinschaft erfahrbar zu machen, bieten wir immer wieder gruppenübergreifende Angebote an, z.B. Feste und Feiern, gemeinsames Singen, Weihnachtswerkstatt,... .

Wir sind ein Regelkindergarten mit Einzelintegration und bieten Kindern mit Behinderung und Kindern, die von Behinderung bedroht sind individuelle Betreuungsmöglichkeiten. Durch intensive Elternarbeit, Einsatz von qualifizierten Zusatzkräften, Zusammenarbeit mit Fachdiensten und steter Weiterbildung auf dem Gebiet der Integration gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der einzelnen Kinder ein und ermöglichen so wohnortnahe Bildung, Erziehung und Betreuung.