Zusammenarbeit mit den Eltern

Information

Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, oder bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil, in neuer Partnerschaft, mit zwei Müllern oder zwei Vätern, mit oder ohne Geschwister, mit den Großeltern, oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Fami-lienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff „Eltern“ erfasst. Die wich-tigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von Zuhause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erfolgen und die Herkunft des Kindes auch respektiert wird.

Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungs-partnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Einrichtungsleitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhal-tung, die die individuellen Erziehungskompetenzen der Eltern anerkennt und die Unter-schiedlichkeit der familiären Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. Kindergärten sind Le-bens- und Erfahrungswelten von und für Kinder - und Orte, an denen die Familien ein selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. In unserer Einrichtung besteht die konkre-te Zusammenarbeit mit Eltern und Familien daraus, neben den täglichen Tür- und An-gelgesprächen, aus folgenden Angeboten:

o Anmelde- und Aufnahmegespräche zum Kennenlernen

o Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-schätzung des Entwicklungsstandes, sowie der Interessen und Neigungen des Kindes und deren geplanten Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies geschieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentatio-nen, der Beobachtungsbögen und der Beobachtungen und Deutungen der El-tern.

o Das Angebot zu „Eltern-Cafés“ um dort einen Austausch zwischen Familien und Fachkräften zu ermöglichen.

o Elternabende zu verschiedenen Themen

o Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten, Ausflü-gen und/oder bei gemeinsamen Festen und Aktionen.

o Transparenz der pädagogischen Arbeit durch die Einladung zur Hospitation, so-wie die Information und Dokumentation pädagogischer Aktivitäten und Projek-ten in Rückblicken. Diese werden über die KiTa-App versendet.

o Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um die Themen z.B. Ernährung, Schla-fen, Interessen und Neigungen des jeweiligen Kindes.

o Regelmäßige Elternbeiratssitzungen

Durch verschiedene Medien und Formen informieren wir die Eltern und alle Interessier-ten über unsere pädagogische Arbeit. Einige Beispiele hierfür sind:

o Das Angebot themenbezogener Elternabende zur Elternbildung und zum Erfah-rungsaustausch der Eltern untereinander.

o Unser Wochenplan an den Gruppentüren: hier werden die täglichen pädagogi-schen Bildungsangebote und Aktionen in Verbindung mit den dazugehörigen Bil-dungszielen zum Nachlesen notiert.

o Aktuelle Aushänge an der KiTa-Pinnwand zu verschiedenen Themen.

o Aushänge werden in einem Ordner abgeheftet und können während des ge-samten Jahres nachgelesen werden.

o Regelmäßige KiTa-Post über die KiTa-App „KIKOM“

o Informationsfluss über die KiTa-App „KIKOM“ zu Entwicklungsdokumentation, Aus-tausch sowie das Überbringen von wichtigen Informationen und Terminvereinba-rungen.

o Das Portfolio der Kinder

o Berichte im Mitteilungsblatt über Aktionen oder News aus der KiTa

o Berichte im Kirchenboten

o Aushänge von Projekten, Liedern, Bildern und Bastelarbeiten

Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen Alltags einzubrin-gen und sind eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. Unsere KiTa ist eine Bil-dungseinrichtung und als solche auch immer ein Begegnungsraum für Eltern und Fami-lien. Sie ermöglicht demnach den Aufbau von Kontakten und Netzwerken.

Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche Wahl des Elternbeirates besetzt wird. Der Elternbeirat ist eine wichtige Verbin-dung zwischen Team, Eltern und Träger. Er fungiert als Ansprechpartner und gibt Infor-mationen und Wünsche weiter. Alle Mitglieder des Elternbeirates haben Schweige-pflicht und können Anliegen anonym weitergeben. Die Wahl findet immer zu Beginn des neuen KiTa-Jahres beim ersten Elternabend statt und wird vom letzten Elternbeirat durchgeführt. Der Elternbeirat besteht derzeit aus zehn Mitgliedern. Hiervon werden nach der Wahl ein Vorsitz, eine Stellvertretung und eine Schriftführung gewählt.

Grundsätzlich werden vierteljährlich Treffen vereinbart, in welchen sich die Elternvertre-tungen mit der Einrichtungsleitung austauschen. Bei Bedarf können Zusatztermine ver-einbart werden und die Sitzung für alle Eltern der Einrichtung geöffnet werden.

Der Elternbeirat wird von der Einrichtung informiert und angehört, bevor wesentliche Entscheidungen getroffen werden.

Das Mitwirkungsrecht von Eltern aus dem Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz sowie dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan werden von uns beachtet.

Zusätzlich zum Elternbeirat besteht für Eltern die Möglichkeit, sich ehrenamtlich bei uns zu engagieren und die KiTa in verschiedenen Bereichen zu unterstützen oder teilzuha-ben. Hierzu zählen gemeinsame Tätigkeiten wie z.B. Backen mit den Kindern, Vorlesen, Projekte und Ausflüge begleiten, mit den Kindern kreativ sein oder das Angebot von Bewegungsstunden/Yoga auszuführen. Unsere Eltern beteiligen sich außerdem jährlich bei unseren Gartenaktionen oder KiTa-Festen.