Pädagogische Ziele, Methoden und Aktivitäten

Soziales Lernen

Dazu gehören Fähigkeiten wie Empathie, Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewusst sein, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit. Aber auch die eigenen Bedürf-nisse zu formulieren, Selbstvertrauen zu entwickeln und die eigene Meinung zu vertre-ten. Kinder lernen, Beziehungen aufzubauen, sich in andere hineinzuversetzen und gemeinsam mit anderen zu agieren und den Zusammenhang von Ausdrucksfähig-keiten wie Sprache, Mimik und Gestik. Sie entwickeln Werte wie Toleranz, Akzeptanz, Hilfsbereitschaft und ein Gemeinschaftsgefühl.

Die Umsetzung dessen in unserer Einrichtung:

Die päd. Fachkräfte dienen als Vorbilder und zeigen den Kindern, wie sie mit ihren eigenen Gefühlen und Konflikten umgehen. Durch Rollenspiele, Gruppenspiele oder andere gemeinsame Aktivitäten lernen Kinder miteinander zu agieren und soziale Regeln einzuhalten (sowohl im Freispiel als auch beispielsweise im Morgenkreis). Wir schaffen eine Atmosphäre, in der Kinder über ihre Gefühle und Erfahrungen spre-chen können. Die Fachkräfte gehen individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein und bieten ihnen gezielte Unterstützung an.

Persönliche Fähigkeiten

Die Kinder werden ermutigt, eigene Entscheidungen zu treffen und Dinge selbst-ständig zu tun (Gestaltung bei Angeboten oder Wahl von Räumen oder Spielaktivi-täten). Wir bieten eine Umgebung die Neugierde weckt und individuelle Interessen der Kinder aufgreift (eine anregende Umgebung mit vielfältigen Materialien und Angeboten regt zum Ausprobieren und Entdecken ein). Kinder lernen, sich Ziele zu setzen und Strategien zu entwickeln, um diese zu erreichen. Wir unterstützen sie da-bei Schwierigkeiten zu überwinden und aus Rückschlägen zu lernen und bestärken sie, in ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Aufgaben bewältigen zu können. Lob und Ermutigung stärken die Kinder in ihrem Selbstvertrauen und motivieren da-zu, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir beobachten die Kinder, erkennen ihre Stärken und Interessen und unterstützen sie gezielt.

Alltagsfähigkeiten

Kinder erwerben in der KiTa vielfältige Kompetenzen, die sie auf ihren Alltag und ihr zu-künftiges Leben vorbereiten. Im Sinne des BEP bedeutet Lebenspraxis, dass Kinder Er-fahrungen sammeln, die sie befähigen, sich selbstständig, verantwortungsbewusst und sicher im Alltag zu bewegen. Sie lernen, praktische Fertigkeiten zu entwickeln, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Kinder übernehmen Aufgaben, wie das Tischdecken, den Tischdienst, Pflanzen gießen, das Aus- und Umräumen von Spielbereichen oder im Außenbereich oder die Pflege des Gartens. Dadurch erfahren sie Selbstwirksamkeit und lernen, dass ihr Beitrag wich-tig und von zentraler Bedeutung ist.

Beim An- und Ausziehen, im Umgang mit persönlichen Dingen oder bei der Körperpfle-ge üben Kinder Selbstorganisation. Sie sollen lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und ihr Leben selbstständig zu gestalten. Wir als päd. Fachkräfte beglei-ten sie unterstützend und ermutigend.

Kinder lernen den achtsamen Umgang mit Materialien, Werkzeugen oder Küchenuten-silien. Sie erfahren, wie man Dinge sachgerecht und sicher nutzt. Durch die Beteiligung an Projekten, kleinen Einkäufen oder gemeinsamen Ausflügen erleben Kinder, dass Handlungen Planung und Absprachen erfordern. Sie üben, Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen.

Wir ermöglichen den Kindern Einblicke in lebensnahe Tätigkeiten wie z.B. durch ge-meinsames Kochen, Backen, Werken, Gartenarbeit oder den Umgang mit Geld im Rol-lenspiel oder bei kleineren Einkäufen.

Unser Ziel ist es, den Kindern alltagspraktische Kompetenzen zu vermitteln, die sie befä-higen, selbstständig zu handeln, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen und Ver-trauen in ihre eigenen Fähigkeiten aufzubauen. So entwickeln sie Sicherheit und Orien-tierung für ihren weiteren Lebensweg.

Mädchen und Jungen

Geschlechtersensible Pädagogik

Im Grundsatz der Bundesrepublik Deutschland steht, dass jeder das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Dies gilt selbstverständlich auch für Kinder. Begleitet und unterstützt werden hierbei alle Kinder unserer Kita, egal welchen Geschlechts, welcher Abstammung, welcher Kultur, welcher Sprache, welcher Heimat und Herkunft, welchen Glaubens oder welcher religiösen oder politischen Anschauung. Die Kinder unserer Kita werden in ihrer individuellen Entwicklung gefördert, ohne durch stereotype Rollenbilder eingeschränkt zu werden. Es geht darum, ihnen zu ermöglichen, ihre eigene Geschlechtsidentität zu entdecken und zu entwickeln, während gleichzeitig ihre individuellen Interessen und Stärken berücksichtigt werden.

Die Sexualität gehört zum Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Jedes Kind hat also ein Recht auf das Erleben und Ausdrücken seiner altersgemäßen, kindlichen Sexualität. Wir tabuisieren dieses Thema nicht. Ein offener Umgang mit der kindlichen Sexualitäts-entwicklung, sowie das korrekte benennen der Geschlechtsteile gehört für uns dazu.

Interkulturelles Lernen

Unsere Kita ist ein Ort, an dem jedes Kind willkommen ist - unabhängig von Herkunft, Sprache, Geschlecht, Religion, Fähigkeiten oder individuellen Lebenslagen. Wir verste-hen Inklusion nicht nur als das gemeinsame Lernen und Leben von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung, sondern als eine Grundhaltung, die Vielfalt anerkennt, wertschätzt und als Bereicherung betrachtet.

Die Pädagogik der Vielfalt bedeutet für uns, Unterschiede nicht als Defizite zu sehen, sondern als Chancen für gemeinsames Lernen und persönliche Entwicklung. Jedes Kind bringt seine eigenen Stärken, Interessen und Erfahrungen mit. Unser Ziel ist es, eine Um-gebung zu schaffen, in der diese Einzigartigkeit gesehen, unterstützt und gefeiert wird.

Für uns als Team heißt das:

o Wir reflektieren regelmäßig unsere eigene Haltung und unser pädagogisches Handeln.

o Wir achten auf diskriminierungsfreie Sprache und Interaktionen.

o Wir passen Materialien, Räume und Angebote so an, dass sie für alle Kinder zu-gänglich sind.

o Wir arbeiten eng mit Familien, Fachdiensten und Kooperationspartnern zusam-men, um individuelle Unterstützung zu gewährleisten.

Inklusion in unserer Kita bedeutet auch, Barrieren zu erkennen und abzubauen - ob bau-lich, sprachlich, kulturell oder in den Köpfen. Wir gestalten eine Atmosphäre, in der jedes Kind das Gefühl hat: „ich gehöre dazu, so wie ich bin.“

Werteorientierung und Religion

Als evangelische Kindertagesstätte orientieren wir uns stark an den christlichen Werten. Die Achtung und Sorge für die Schöpfung Gottes im täglichen Leben, sowie die bibli-schen Geschichten und Gleichnisse begleiten uns im Jahreskreis. Als lebendiges Erle-ben sind die Feste und Rituale des Kirchenjahres für uns von besonderem Wert. Eine Einbindung und Vernetzung mit der Kirchengemeinde erfolgen durch regelmäßige Be-suche und Andachten des Pfarrers, Besuche mit den Kindern in der Kirche, das Mitge-stalten von Gottesdiensten und gemeinsames Veranstalten von Festen. Uns ist beson-ders wichtig, den Kindern den Grundsatz christlicher Werte und die des christlichen Glaubens näher zu bringen. Ein respektvoller Umgang miteinander und das Vertrauen in Gott sind die Basis unseres Handelns.

Wir sind offen für alle Kulturen, Nationalitäten und Religionen. Wichtig ist uns ein acht-sames Miteinander. In unserem täglichen Morgenkreis begrüßen wir uns gegenseitig und nehmen genau wahr, wer heute da ist und wer leider fehlt. Wir freuen uns, wenn erkrankte Kinder wieder da sind und sensibilisieren so für einen wertschätzenden und achtsamen Umgang miteinander. Durch das Gebet am Morgen und vor dem Essen erleben wir täglich, dass Gott für uns da ist und wir ihm für seine Schöpfung danken. Zu verschiedenen Anlässen werden religiöse Lieder gesungen und biblische Geschichten gehört. Situativ besprechen wir mit den Kindern auch Erlebnisse wie z.B. den Tod eines Angehörigen, das kirchliche Ritual einer Trauung oder einer Taufe.

Sprache

Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sprache dient als Ausdrucksmittel eigener Bedürfnisse und als Medium, um Beziehun-gen sowohl zu anderen Kindern als auch zu Erwachsenen herzustellen. Im Gespräch mit anderen verarbeitet es Erlebnisse und festigt Erfahrungen und lernt insbesondere über die Welt. Wir nutzen den gesamten Alltag für Sprachförderung, um die Entwick-lung der sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen zu fördern.

Da Töne, Klänge und Rhythmen die ersten Dinge sind, die ein Kind wahrnimmt und die in seinem Leben einen festen Platz einnehmen, wird in unserer Einrichtung viel gesun-gen, geklatscht und musiziert. Der Morgenkreis wird mit einem Lied eingeleitet. Außer-dem ist das Abfragen von dem Tag, Montag, Jahreszeit und Jahreszahl ein fester Be-standteil des Morgenkreises, so dass die Kinder einen Wortschatz zum Thema „Kalen-derdaten und Jahreszeiten“ aufbauen. Der Morgenkreis bietet Raum für Erzählrunden von Erlebnissen und dem Wochenende und dient damit auch als Sprechanregung der Kinder. Anschließende Kreisspiele, die singend sprachlich begleitet werden, tragen zur Verknüpfung von Wort und Gestik bei.

Sprachförderung bedeutet auch, den Wert von Sprache zu vermitteln und Kindern an-hand von geeigneten Medien und Materialien zum Sprechen anzuregen. Sowohl das Vorlesen in unserer Bibliothek, das Initiieren von Rollenspielen, als auch das gesell-schaftliche Spielen am Tisch welches sprachlich begleitet wird und als tägliche Aktivi-tät zählt, unterstützt die Kinder in ihrem Spracherwerb und ihrer Sprachentwicklung. Das gemeinsame Sitzen am Mittagstisch bietet auch Anlass für die Kommunikation der Kinder untereinander. Sie sprechen z.B. über das Essen, unterstützen sich gegenseitig beim Auffüllen der Speisen oder reichen sich die Wasserkannen oder das Besteck. Auch die Nachmittagssnackpause dient als Anlass, miteinander in Kontakt zu treten. Die Benennung von Obst und Gemüse, welches am Tag gemeinsam vorbereitet und ausgeteilt wird, trägt zur Wortschatzerweiterung dieser Oberbegriffe bei.

Der frühe Erwerb der deutschen Sprache ist von zentraler Bedeutung, um alle Kinder auf dem Weg zu mehr Chancen- und Bildungsgleichheit von Anfang an mitzunehmen. Mindestens einmal jährlich wird der Sprachstand jedes Kindes ab drei Jahren anhand von entsprechenden Beobachtungsbögen erhoben. Die daraus gewonnenen Er-kenntnisse werden zur Förderung des jeweiligen Kindes umgesetzt und dienen u.a. als Basis für Elterngespräche.

Die in unserem Kindergarten gesprochene Sprache ist Deutsch. Das Team besitzt eine multikulturelle Zusammensetzung und umfasst auch Fachkräfte, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Das erhöht das Verständnis für Familien und Kinder die selbst gerade die deutsche Sprache lernen und kann helfen, Sprachbarrieren zu überwinden.

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Der reflektierte und verantwortungsbewusste Umgang mit digitalen Medien ist ein wichtiger Bestandteil zeitgemäßer Bildung und trägt wesentlich zur Kompetenzstärkung der Kinder bei. In unserer Kita setzen wir auf einen altersgerechten, pädagogisch be-gleiteten Einsatz digitaler Werkzeuge, um Neugier, Kreativität und Medienkompetenz zu fördern. Das päd. Team bildet sich regelmäßig zu Digitalisierungsmöglichkeiten und medienpädagogischen Ansätzen weiter, um die Nutzung digitaler Medien qualitativ hochwertig zu gestalten. Jede Gruppe verfügt über ein eigenes Tablet, das sowohl für Bildungsangebote als auch für organisatorische Abläufe genutzt wird. Die Kinder mel-den sich größtenteils selbständig über die KIKOM-App an und ab, wodurch Selbst-ständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden. Tonieboxen für alle Gruppen bieten den Kindern die Möglichkeit, eigenständig Musik- und Hörspiele zu hö-ren und so ihr Sprach- und Hörverständnis zu erweitern. Zudem nutzen wir Kameras oder das Tablet zur Dokumentation von Projekten, Ausflügen und Lernerfolgen, die an-schließend gemeinsam mit den Kindern betrachtet und reflektiert werden. Durch die bewusste Verknüpfung analoger und digitaler Medien schaffen wir abwechslungsrei-che Lernumgebungen, die sowohl traditionelle als auch moderne Bildungswege mitei-nander verbinden. Ziel ist es, den Kindern ein sicheres, kreatives und selbstbestimmtes Erleben der digitalen Welt zu ermöglichen, dass sie nachhaltig auf ihre zukünftige Le-bens- und Lernumwelt vorbereitet. Wichtig ist uns, dass Medien nicht nur als Spielmate-rial, sondern vielmehr als Werkzeug zur Wissenserweiterung und Arbeitserleichterung er-lebt werden.

Naturwissenschaften und Technik

Kinder können bereits schon früh durch spielerische Erfahrungen und Experimente erste Grundlagen in diesen Bereichen erlernen. Unsere Kinder beginnen bereits in der Krippe mit den ersten mathematischen Erfahrungen, wie erstes Erkennen und Zuordnen von Farben durch einfache Farbspiele und Bereitstellung von Legematerialien. Für Kinder ab ca. 3,5 Jahren vertiefen wir durch das Angebot „Entdeckung im Entenland“ Farben und Formen. Das Projekt wurde mit Zielsetzung entwickelt, Kinder an Methoden des Denkens heranzuführen, die ihnen helfen, Wissen über die Welt aufzubauen und mit ih-rem Leben zu verbinden. Hierzu gehören grundlegende Fähigkeiten, wie Sortieren und Ordnen, Orientierung in Raum und Zeit sowie erste Erfahrungen mit dem Spielwürfel und dem Zählen. Im Freispiel stehen den Kindern Legematerial, verschiedene Spiele, Konstruktionsmaterial, Material zur Farbenlehre aber auch für Zahlen und Formen zur Verfügung, um selbständig auf Entdeckungsreise zu gehen.

Kinder entdecken die Welt um sie herum, indem sie Pflanzen, Tiere und verschiedene Materialien untersuchen. Sie lernen, Zusammenhänge zu erkennen und einfache Expe-rimente durchzuführen. Hierbei unterstützen wir sie durch Beobachtungen, Fragen stel-len und gemeinsames Durchführen von Experimenten. Zu jeder Zeit steht den Kindern außerdem Fachliteratur in unserer Bibliothek zur Verfügung.

Umwelt

Unsere Einrichtung profitiert von ihrer naturnahen Lage, die es uns ermöglicht, den Kindern regelmäßige Naturerfahrungen zu bieten. Unser Garten bietet bei jedem Wet-ter vielfältige Gelegenheiten, eine wertschätzende Beziehung zur Natur aufzubauen und ein Verständnis für natürliche Abläufe zu entwickeln.

Die Kinder erhalten im Rahmen von Kleingruppenaktivitäten die Möglichkeit, aktiv im Garten mitzuwirken. Hierbei kommen kindgerechte Werkzeuge und Materialien wie beispielsweise Windspiele, Vogelhäuser, Insektenhotels oder die Kräuterspirale zum Einsatz. Solche Projekte fördern nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die Wertschätzung für natürliche Lebensgrundlagen sowie das Verständnis für den Zu-sammenhang zwischen Pflanzen, Tieren und deren Bedeutung für das menschliche Leben.

Da Pflege und Erhalt unseres Gartens mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden sind, beziehen wir die Familien unserer Einrichtung bewusst in diese Prozesse ein. Zweimal jährlich - im Frühling und im Herbst - finden gemeinsame Gartenaktions-Tage statt. Im Vorfeld besprechen wir mit den Kindern, welche Ideen und Wünsche sie für die Gartengestaltung haben, und setzen diese, soweit möglich, gemeinsam um.

Ergänzend dazu unternimmt einmal pro Woche eine Kindergruppe Ausflüge in den nahegelegenen Wald. Hier können die Kinder je nach Interesse und Witterung for-schen, bauen und die Natur aktiv erleben. Darüber hinaus finden regelmäßig Spa-ziergänge zu umliegenden Spielplätzen oder zur Pferdekoppel oberhalb der Kita statt.

Die Wertschätzung und der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt sind zent-rale Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit. Im Rahmen der Bildung für nachhalti-ge Entwicklung möchten wir den Kindern von klein auf ein Bewusstsein für die Natur, ih-re Kreisläufe und ihre Schutzbedürftigkeit vermitteln. Unsere Kita liegt in einer naturna-hen Umgebung und verfügt über einen großzügigen, natürlich gestalteten Garten, der vielfältige Möglichkeiten zum Forschen, Entdecken und Gestalten bietet. Die Kinder er-leben hier den Wechsel der Jahreszeiten, beobachten Tiere und Insekten in ihrem na-türlichen Lebensraum und beteiligen sich aktiv an der Pflege unseres Gartens.

Wir fördern nachhaltiges Handeln im Alltag durch Projekte wie den Anbau und die Ern-te von Kräutern, Obst oder Gemüse, ressourcenschonenden Umgang mit Wasser sowie Mülltrennung. Regelmäßige Ausflüge in die nahegelegene Natur, wie Wälder oder Wie-sen, vertiefen die Naturerfahrungen und stärken die emotionale Bindung zur Umwelt. Durch kreative Angebote verbinden wir Naturmaterialien mit künstlerischem Gestalten und schaffen so ein Bewusstsein für die Wiederverwendung und den Wert von Ressour-cen.

Unser Ziel ist es, den Kindern zu vermitteln, dass sie selbst wirksam zum Schutz und Erhalt ihrer Umwelt beitragen können. Dabei steht nicht nur das reine Wissen im Vordergrund, sondern vor allem das Erleben, Erforschen und die Freude an der Natur - als Grundla-ge für ein verantwortungsbewusstes Handeln in der Gegenwart und Zukunft.

Ästhetik, Kunst und Kultur

Kinder sind von Natur aus neugierig und schöpferisch tätig. Sie drücken ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse auf vielfältige Weise aus - sei es durch Bewegung, Malen, Ge-stalten, Musizieren oder Rollenspiele. Unsere Aufgabe als pädagogisches Team ist es, diesen Ausdrucksmöglichkeiten Raum zu geben und die Kinder in ihrer kreativen Ent-wicklung zu unterstützen.

Wir verstehen Kunst, Musik und Kultur nicht als „Zusatzangebote“, sondern als selbstver-ständlichen Teil des KiTa-Alltags. Durch ästhetische Erfahrungen lernen die Kinder, ihre Wahrnehmungen zu schärfen, eigene Ideen einzubringen, Selbstwirksamkeit zu erleben und kulturelle Vielfalt wertzuschätzen.

Ob in Morgenkreisen, vor dem Essen, zur Begleitung der Routinen oder in Angeboten. Wir singen täglich, begleiten Lieder mit Instrumenten oder Alltagsgegenständen, nutzen Rhythmusspiele und verschiedene Musikstile und lassen Kinder selbst Klänge erforschen. Die Musik ist ein großer Teil unseres KiTa-Alltags.

Unterschiedliche Materialien laden die Kinder zum Malen, Basteln, Werkeln und/oder freien Gestalten ein und ermöglichen, eigene Ideen kreativ umzusetzen. Dabei achten wir auf eine offene Materialvielfalt durch Naturmaterialien, Alltagsgegenstände oder auch Recyclingmaterial.

Wir gestalten Räume einladend, regen die Kinder zum Entdecken an und schaffen so-mit ästhetische Erfahrungen im Alltag. Kinder können ihre Werke präsentieren, wodurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird und gleichzeitig Eltern wertvolle Einblicke erhalten.

Geschichten, Feste, Lieder und Tänze aus unterschiedlichen Kulturen fließen in unseren Alltag ein. Wir greifen die kulturellen Hintergründe der Familien auf und machen sie für alle Kinder durch Projekte oder Angebote erfahrbar. Durch Museums- oder Theaterbe-suche oder auch kleine Aufführungen bei KiTa-Festen erweitern wir den Horizont der Kinder und eröffnen ihnen neue, spannende Perspektiven.

Unser Ziel ist es, dass die Kinder Freude am Gestalten und Erleben entwickeln, sich selbst als kreativ und kompetent erfahren und die Vielfalt von Ausdrucksformen und Kulturen als Bereicherung wahrnehmen.

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Die Stärkung von Gesundheit und Wohlbefinden ist ein wesentlicher Bestandteil un-serer pädagogischen Arbeit. Kinder brauchen Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Ruhezeiten, um sich ganzheitlich entwickeln zu können. Im Sinne des BEP unterstützen wir die Kinder darin, ein positives Körperbewusstsein zu entwickeln, Ver-antwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und Wohlbefinden als Grundla-ge für Bildung und Entwicklung zu erfahren.

Tägliche Bewegungsangebote - drinnen wie draußen - fördern Koordination, Kraft, Geschicklichkeit und Freude an körperlicher Aktivität. Unsere Kinder nutzen Bewe-gungsräume, Kletter- und Balanciergeräte, sowie den Garten zum Toben, Rennen und Ausprobieren. Auch Bewegungsspiele im Morgenkreis, Yoga oder Tanz gehören fest zum Alltag.

Wir achten auf eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung. Gemeinsame Mahlzeiten bieten Gelegenheit, Esskultur zu erleben, Selbstständigkeit zu üben und über gesunde Lebensmittel ins Gespräch zu kommen. Projekte wie „Jolinchen Kids - fit und gesund in der KiTa“ oder das gemeinsame Zubereiten kleiner Snacks oder Speisen fördern ein Bewusstsein für Nahrungsmittel und deren Herkunft.

Kinder brauchen neben Aktivitäten auch Rückzugsmöglichkeiten. In unserer KiTa gibt es gemütliche Ecken und Rückzugsorte, in denen Kinder entspannen, Bücher an-schauen oder zur Ruhe kommen können. Angebote wie Traumreisen, Massagespiele oder Achtsamkeitsübungen helfen, einen Ausgleich zwischen Aktivität und Entspan-nung zu finden und den eigenen Körper zu spüren und verstehen zu lernen.

Wir thematisieren mit den Kindern die Themen Hygiene, Körperpflege und Bewegung spielerisch im Alltag. Durch uns in der Vorbildfunktion und kleine Rituale oder Projekte wie z.B. ein Händewasch-Lied, Gespräche im Morgenkreis oder Bilderbuchbetrachtun-gen entwickeln die Kinder ein Gefühl für Gesundheit und Selbstfürsorge.

Wir möchten die Kinder darin stärken, Freude an Bewegung zu entwickeln, achtsam mit ihrem Körper umzugehen, ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und dessen Fähigkeiten aufzubauen, gesundes Essen wertzuschätzen und Momente der Entspan-nung bewusst zu erleben. Damit legen wir gemeinsam eine wichtige Grundlage für die lebenslange Gesundheitskompetenz.

Gesundheit

Unsere pädagogischen Fachkräfte bieten regelmäßig mit Unterstützung von Eltern und ehrenamtlichen Helfern Aktionen zur Gesundheitsförderung an. Wöchentlich fin-det unser gemeinsames gesundes Frühstück sowohl in der Krippe als auch im Kinder-garten statt. Hier wird gemeinsam entschieden, was es in den nächsten Wochen zum Frühstück geben soll, was man hierfür benötigt und wie es zubereitet wird. Zusätzlich bereiten die pädagogischen Fachkräfte täglich gemeinsam mit den Kindern Obst-Gemüseteller zum täglichen Frühstück und für einen Nachmittagssnack zu. Hierbei wird die Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten besprochen und verkostet.

Ab September 2025 nehmen wir als Einrichtung an dem Projekt „JolinchenKids fit und gesund in der Kita“ teil. Die Kinder lernen hier spielerisch, spannend und nachhaltig was sie gesund und stark macht. Das kostenfreie Präventionsprogramm der AOK un-terstützt, die Gesundheit von Kindern und uns als Fachkräfte nachhaltig zu fördern und auszubauen. Gemeinsam mit dem fröhlichen Drachenkind Jolinchen gehen wir auf Entdeckungsreise und lernen spielerisch, was zu einem gesunden Leben dazugehört. Zwei Fachkräfte der Einrichtung führen das Projekt in den Gruppen aus und werden eng durch die AOK begleitet und geschult.

Dreimal im Monat findet in unserer Kita ein kindgerechtes Yoga-Angebot statt, das von einer ehrenamtlich engagierten Mutter aus der Elternschaft durchgeführt und durch eine pädagogische Fachkraft begleitet wird. Die Einheiten sind spielerisch ge-staltet und orientieren sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder. Ziele und Vorteile für die Kinder sind hierbei:

o Körperbewusstsein stärken: durch einfache Yoga-Übungen lernen die Kinder, ih-ren Körper bewusst wahrzunehmen und ihre Bewegungskoordination zu verbes-sern.

o Entspannung fördern: Atemübungen und ruhige Phasen unterstützen die Kinder dabei, innere Ruhe zu finden und Stress abzubauen.

o Konzentration steigern: durch die Verbindung von Bewegung und Achtsamkeit entwickeln die Kinder eine bessere Fokussierungsfähigkeit.

o Soziale Kompetenzen erweitern: gemeinsames Üben fördert Rücksichtnahme, gegenseitige Unterstützung und ein positives Gemeinschaftsgefühl.

Das Yoga-Angebot ergänzt unsere pädagogische Arbeit im Bereich der Gesundheits-förderung und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer ganzheitlichen Entwicklung der Kinder.