Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Die Inhalte des neue bayerische Bildungs- und Erziehungsplans sind mitbestimmend für unseren pädagogischen Auftrag.

Die Ziele und Fertigkeiten, die wir den Kindern vermitteln sind aber nicht streng abgegrenzt zu sehen, sondern gehen fließend ineinander über.

Neue Impulse/ Richtlinien und akute Bedürfnisse der Kinder nehmen Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.

"DU BIST ETWAS BESONDERES!"

Als Gott dich Schuf, legte er liebevoll ein Stück von sich selbst in dich hinein.

Er wollte, dass du einmalig bist.

(Ruth Heil)

Geleitet wird unsere pädagogische Arbeit durch die elementaren Grundbedürfnisse des einzelnen Kindes.

  • Liebe und Geborgenheit finden
  • Angenommen zu werden, wie man ist
  • Vertrauen zu können und Anerkennung zu finden

Ein ruhiger, geregelter Tagesablauf mit den vertrauten Erziehern, schafft dabei eine Atmosphäre in der diese Bedürfnisse erfüllt werden können.

Dabei sind Spielmöglichkeiten, die Lernanreize schaffen, gezielte Lernangebote die die Ziele des Bayerischen Bildungs-und Erziehungsplans beinhalten und der stetige kommunikative Austausch mit den Eltern als Fundament unserer pädagogischen Arbeit zu sehen.

Immer im Blickwinkel steht jedes einzelne Kind mit seinem Entwicklungsstand, mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Als unseren Auftrag sehen wir es auch die Eltern/Erziehungsberechtigten in ihrer häuslichen Erziehung zu unterstützen, zu ergänzen und zu beraten.

Im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan wurden ganz differenzierte, einzelne Bildungsziele und Entwicklungsziele der Basiskompetenzen festgeschrieben.

Für jedes einzelne Kind ist es wichtig diese Basiskompetenzen zu entwickeln, da sie die Grundlagen für ihr späteres Leben, seine Lernfähigkeit und seine Grundhaltung in einer sozialen Lebensgemeinschaft sind.

Zu den Basiskompetenzbereichen gehört:

  • Personale Kompetenzen (z.B.Selbstwertgefühl,Denkfähigkeit usw.)
  • Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext (Wertehaltungen, Kommunikationsfähigkeit,Konfliktmanagement)

  • Lernmethodische Kompetenzen (Lernen wie man lernt)
  • Widerstandsfähigkeit (Umgang mit Belastungen)

(eine genaue Ausführung der Kompetenzbereiche sowie deren Umsetzung in Beispielen können sie in unserer Konzeption nachlesen)

Die Ziele des Bildungs- und Erziehungsplans aber auch die vorab genannten Kompetenzbereiche fließen nicht nur in unsere gezielten Angebote ein, die wir in Rahmenpläne festlegen, sondern sind auch Teil unserer Beschäftigungen während der Freispielzeit. Dabei halten wir uns nicht starr an geplante Motivationen und Ausführungen, sondern gehen auch auf spontane Ideen und Impulse der Kinder ein. Diese Flexibilität motiviert die Kinder zum selbstständigen Experimentieren und Fortführen eines Angebots.

Das "spielerische Lernen" steht im Vordergrund und so gehen wir auch auf die situativen, emotionalen Bedürfnisse des einzelnen Kindes ein um eine Überforderung/Unterforderung zu vermeiden.

In unseren altershomogenen Kleingruppen können wir die angestrebten Ziele/Kompetenzbereiche noch intensiver fördern.

Klar definiert sind die Bildungs- und Erziehungsziele in folgenden Bereichen:

  • Werteorientierung und Religiosität
  • Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte
  • Sprache und Literacy
  • Informations- und Kommunkationtechnik, Medien
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften und Technik
  • Umwelt
  • Ästhetik, Kunst und Kultur
  • Musik
  • Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport
  • Gesundheit

(In unserer Konzeption sind Beispiele angegeben, die genauer aufzeigen, wie wir diese Ziele mit den Kindern umsetzen.)

Auch im Elementarbereich sind Kinder bereits in der Lage, ihren Alltag bewusst und gezielt mitzugestalten und Entscheidungen zu treffen. Teilhabe, aktive Mitgestaltung und Verantwortung, von Experten auch Partizipation genannt, sind nicht an ein Alter gebunden sondern an geeignete Strukturen und Unterstützung durch Erwachsene. Dies ist einer unserer Grundsätze im Kinderhaus.

Das offene Konzept, welches wir in unserer Einrichtung praktizieren, kann nur unter diesem Aspekt funktionieren. Kinder fühlen sich mit ihrer Meinung und ihren Gefühlen bei uns ernst genommen.

Sie dürfen aktiv unter anderem in folgenden Bereichen agieren:

- Essensplanmitbestimmung

- Wahl zum Essenssprecher

- Einrichten eines Kinderparlamentes

- Werk- und Kunstbeauftragte

- Mitbestimmung der Regeln im Haus

- Verfügen über Geldmittel (was brauchen wir, wieviel kostet es, ist die Anschaffung sinnvoll)

- Einrichten einer „Kindersprechstunde“ im Büro der Leitung

Kinder erleben Selbstbestimmung auch in der Freispielzeit. Hier können sie ihr Foto an einen Funktionsraum hängen und dort spielen gehen. Der Erwachsene muss nicht mehr um Erlaubnis gefragt werden. Wir Pädagogen praktizieren dies genauso wie die Kinder (Vorbildfunktion).

Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln - sich einbringen

Ähnlich wie bei uns Erwachsenen, hat jedes Kind, anstelle eines Wahlzettels, einen eigenen „Abstimmungsstein“, welcher bei allen zu treffenden Entscheidungen zum Einsatz kommt.

Überdenken des eigenen Standpunkts

In regelmäßigen Reflexionsgesprächen erörtern wir die zuvor getroffen Entscheidungen und überprüfen deren Ergebnisse.

Auch bei dieser zu erlernenden Kompetenz werden größtenteils die Gesprächsrunde, Bodenbilder, die Situationen darstellen, oder Bilderbücher eingesetzt. Dabei achten wir auf Einhaltung von festgelegten Gesprächs- und Abstimmungsregeln.