Pädagogische Ziele, Methoden und Aktivitäten

Soziales Lernen

Gemeinsames Erleben des Tagesablaufes in der Gruppe, von Ausflügen, Festen und Gottesdiensten, gegenseitiges Helfen, gemeinsames Spielen, Erleben und Lösen von Konflikten, Übernahme einzelner Aufgaben und Dienste.

Persönliche Fähigkeiten

Jedes Kind ist eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit und wird bei uns auch als solche behandelt. Es kann seine individuellen Fähig- und Fertigkeiten in die Gemeinschaft einbringen und ausbauen. Besondere Begabungen würdigen wir und machen die Eltern darauf aufmerksam (z.B. gutes Rhythmusgefühl), Entwicklungsdefizite versuchen wir mit den Fachdiensten auszugleichen.

Soziale Fähigkeiten

Wir gehen höflich, respekt- und liebevoll miteinander um, bringen uns in unsere Gruppe ein und achten dabei auch auf die Bedürfnisse Anderer. Dabei erfahren wir, dass das Zusammenleben mit vielen unterschiedlichen Menschen nicht immer einfach ist, aber auch das dass Leben in der Gemeinschaft viel Spaß und Freude bereitet und jeder es durch sein Zutun bereichern kann.

Alltagsfähigkeiten

Selbstständige Kinder sind selbstbewusste Kinder. Wir lernen nach und nach was unser Leben und das Leben in der Gemeinschaft erleichtert; zum Beispiel sich selbst an- und ausziehen, gemeinsam aufräumen, Regeln kennen lernen und einhalten, Aufgaben übernehmen und ausführen und uns gegenseitig helfen.

Kinder anderer Altersgruppen

Die Kindergartenleiterin gestaltet Kindergottesdienste in der Pfarrgemeinde mit.

Zukünftige Kindergartenkinder werden mit ihren Eltern zu den Veranstaltungen des Kindergartens eingeladen und dürfen im Vorfeld schon stundenweise in den Kindergarten hineinschnuppern. Die großen Kindergartenkinder übernehmen Patenschaften für die neuen Kindergartenkinder.

Auch ehemalige Kindergartenkinder sind bei uns zu Festen und Feiern und in den Schulferien nach Absprache willkommen.

Mädchen und Jungen

Sind bei uns gleichwertig und können mit- und voneinander lernen (z.B. auch Mädchen arbeiten an der Werkbank und spielen Fußball, Jungen können kochen und handarbeiten und müssen nicht immer stark sein, sondern dürfen auch einmal weinen).

Interkulturelles Lernen

Unseren Kindergarten besuchen Kinder aus verschiedenen Nationen. Durch diese Sprachvielfalt und die verschiedenen Traditionen in den unterschiedlichen Ländern gehen die Kinder sehr offen und ohne Berührungsängste aufeinander zu.

Werteorientierung und Religion

Gestalten von Gottesdiensten, z.B. an Erntedank, St. Martin, Weihnachten, Ostern, zum Kindergartenabschied und zur Einschulung, Erzählen von biblischen Geschichten, Tischgebete, vielfältiges Gestalten und Erleben des Kirchenjahres auch in Zusammenarbeit mit Pfarrer Glauche.

Sprache

Ständige Gespräche mit den Kindern einzeln, in der Klein- und Gesamtgruppe, angeleitete Sach- und Gruppengespräche, lesen und erzählen von Geschichten, lernen von Gedichten, Fingerspielen, Reimen, Liedern, lesen von Büchern, Rollenspiele, Gespräche, phonologische Bewusstheit fördern, tägliches fortlaufendes Sprachprogramm für die 5-6jährigen Kinder.

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Einsatz von Bilder -und Sachbüchern zu verschiedenen Themen, Videos, Dia-Reihen, Kassetten, CDs, Kataloge und Zeitschriften, erster Umgang mit dem Computer, Vorlesegroßeltern im Kindergarten, regelmäßiger Besuch der Stadtbücherei.

Mathematik

Zahlen von 1-20 spielerisch und ganzheitlich, z. B. mit Montessorimaterialien erfassen und mit unterschiedlichen Materialien gestalten, zählen lernen, geometrische Formen und Zeiträume (z.B. Tag, Monat, Jahr) kennen und unterscheiden lernen, messen, wiegen, teilen und abschätzen üben.

Naturwissenschaften und Technik

Experimentieren mit der Forscherkiste (science Lab), Projekte mit naturwissenschaftlichen Experimenten im Jahreskreis (z.B. aus einer Raupe wird ein Schmetterling).

Umwelt

Gartenbeet anlegen und pflegen, Pflege der Pflanzen in den Gruppen, Beobachtung des Wetters und der Wetterbedingungen, Erkundung der näheren und weiteren Umgebung, Verantwortung übernehmen (z.B. wie man Müll vermeidet und trennt, Vögel im Winter füttert).

Ästhetik, Kunst und Kultur

Wechselnde, selbst hergestellte Dekoration von Gruppenzimmer und Gang je nach Thema und Jahreszeit (auch gruppenübergreifend), feiern von Geburtstagen, kirchlichen Festen und anderen Anlässen.

Musik

Wir singen Lieder, machen Tänze, Klanggeschichten, Orff-Liedbegleitung, Spiellieder, Kassetten und CD anhören.

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Wöchentliches Turnen der Gruppen mit verschiedenen Turngeräten und Alltagsmaterialien, Rhythmikstunden, Tänze, Kreis- und Bewegungsspiele, tägliches Toben, Klettern, Rutschen und freies Spielen im Garten, Spaziergänge, Waldtage und Exkursionen.

Gesundheit

Die Bedürfnisse des eigenen Körpers spüren und damit umgehen lernen (Hunger, Durst, ausreichend Bewegung), Untersuchung durch die Zahnärztin, Anhalten der Kinder zur Körperhygiene, Gespräche und Projekte zum Thema: „gesunde Ernährung“, „Bewegungsförderung“ und „erste Hilfe“.

Sonstige

DEFINITION VORSCHULERZIEHUNG

Vorschulerziehung ist eine Erziehung vor der Schule während der gesamten Kindergartenzeit. Kinder brauchen Kinder, um schulfähig zu werden, nur so lernen sie soziales Verhalten, Spaß am Spiel und Freude. Alle Fähigkeiten, die später für den Schulbesuch notwendig sind, erlangen die Kinder in erster Linie im Spiel und durch das Spiel. Ziel aller Erziehung ist der selbstständige, verantwortliche Mensch. Im Vorschulalter ist es wichtig, dieses Ziel, trotz der Abhängigkeit in der sich das Kind noch vom Erwachsenen befindet, anzubahnen. Schulreife, beziehungsweise Schulfähigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Intelligenz, sie hat etwas mit dem Entwicklungsstand des Kindes zu tun, den wir im Zusammenspiel mit den Eltern fördern wollen. Im letzten Jahr vor der Einschulung wird mit den „Großen“ in Einzel- und Gruppenarbeit gezielt auf die Schule hingearbeitet. Wenn dies nicht ausreicht, machen wir die Eltern auf entsprechende Förderstellen (z. B. Ergotherapie, Logopädie) aufmerksam, mit denen wir zusammenarbeiten. Wichtig ist natürlich Entwicklungsdefizite möglichst frühzeitig zu erkennen. Deshalb ist uns die Beobachtung schon bei den jüngsten Kindern ganz wichtig. Wenn uns etwas auffällt, sprechen wir Sie an und Sie können bei Fragen oder Problemen, immer auch auf uns zukommen. Um Ihrem Kind den Übergang in die Schule zu erleichtern, arbeiten wir eng mit der Grundschule zusammen (es finden z.B. regelmäßige Gespräche mit den Lehrern, ein Elternabend für die zukünftigen Schulanfänger und ein Besuch in der Schule statt).

ZUSAMMENFASSUNG

Die beste Vorbereitung auf das weitere Leben ist eine glückliche Vorschulzeit, mit vielen Kindern, mit viel Zeit zum Nichtstun, für Neugier, für Kreativität und jede Menge Kinderquatsch. Dies soll hier bei uns für Kinder und Eltern erlebbar sein.