Pädagogische Ziele, Methoden und Aktivitäten

Soziales Lernen

Wir wollen in Zusammenarbeit mit den Eltern die gesamte Entwicklung des Kindes ganzheitlich fördern. Durch die Förderung der Individualität jedes Einzelnen erziehen wir die Kinder zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Menschen. Die Kinder müssen erst sich selbst schätzen und lieben lernen, um diese Wertschätzung auch Anderen entgegenbringen zu können. Durch ein altersgemäßes Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht werden Grundlagen für das Zurechtfinden in unserer Gesellschaft gelegt. Auf diese Weise werden die Kinder auf die Anforderungen in der Schule vorbereitet.

Durch Schaffung von Freiräumen und Rückzugsmöglichkeiten helfen wir den Kindern sich zunehmend selbständig in der Welt zurecht zu finden. Durch Entfaltung und Förderung der Kräfte, Begabungen und Fähigkeiten legen wir auch eine Grundlage für den christlichen Glauben.

Wir Erzieherinnen verstehen uns als Partner der Kinder, wobei erzieherisch notwendige Grenzen nicht fehlen dürfen.

Persönliche Fähigkeiten

  • Unterstützung des Selbstwertgefühls

Selbstwertgefühl ist notwendig, damit jedes einzelne Kind im späteren Leben mit sich selbst und seiner Umwelt zurechtkommt.

Durch Übertragung von Verantwortung und Mitbestimmung fördern wir die Individualität und erziehen die Kinder zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Menschen.

Mit Selbstbewußtsein und durch eine positive Bejahung des Alltags fällt es leichter mit Frustrationen zurechtzukommen.

  • Förderung der Selbständigkeit

Selbständigkeit ist notwendig, damit das Kind in der Lage ist, Gefahren zu erkennen, sich eigene Grenzen zu setzen und das eigene Leben ohne Hilfe eines Anderen zu gestalten.

Kinder sollen für ihre Entscheidungen und ihr Handeln Verantwortung übernehmen lernen. Denn nur ein eigenverantwortliches Handeln führt zu einer stabilen Persönlichkeit.

  • Ermöglichung von Lernen in Sinnzusammenhängen

Eine ganzheitliche Förderung lässt die Kinder im späteren Leben Orientierung und Halt finden. Ebenso führt diese zu einer gewissen Allgemeinbildung, die als Grundlage für das Leben in unserer Gesellschaft dient.

Unsere Kinder leiden in der heutigen hochtechnisierten Welt häufig unter Reizüberflutung. Wir setzen deshalb den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Schulung der Sinne.

Durch gezielte Angebote in allen Bildungsbereichen aktivieren und fördern wir die unterschiedlichen Kräfte und Fähigkeiten die im Kind vorhanden sind.

  • Ermöglichung von Mitsprache und Mitentscheidung

Damit unsere Kinder mündige Bürger werden und in unserer Demokratie bestehen können, sind Mitsprache und Mitentscheidung wichtig. Daraus erfolgt eine Eigenverantwortung für das eigene Tun und Handeln.

Durch die Möglichkeit der altersgemäßen Mitbestimmung und Mitentscheidung (z.B. in Kinderkonferenzen) fühlen sich die Kinder ernst genommen, akzeptiert und geborgen.

Soziale Fähigkeiten

Wir fördern die soziale Kompetenz der Kinder, damit jedes Kind, unabhängig von seiner Begabung und seiner Herkunft seinen Platz in der Gemeinschaft findet.

Kinder, die über soziale Intelligenz verfügen sind selbstbewußter und lernen leichter.

Im Zusammensein mit anderen Kindern und Erwachsenen lernt es sich für seine eigenen Interessen einzusetzen, Kompromisse einzugehen, Konflikte im Dialog und gewaltfrei auszuhandeln, Andersartiges respektvoll zu tolerieren.

Deshalb sehen wir unsere Einrichtung als Ort der Begegnung, um soziale Beziehungen knüpfen zu können. Die Kinder erleben in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen verschiedene Charaktere und schließen Freundschaften.

Alltagsfähigkeiten

Im täglichen Miteinander üben wir an unzähligen Situationen unseren Alltag zu meistern. Angefangen beim An- und Ausziehen über Höflichkeitsformen, wie Bitte Danke Grüß Gott und Aufwiedersehn, bis hin zu sachgerechtem Umgang mit unserem Spielmaterial.

Ebenso lernen wir kochen, backen, Tisch decken, Getränke ausschenken, abspülen.

Das Sammeln von Erfahrungen in der Beachtung und Einhaltung von Regeln, Sauberkeit und Ordnung, Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollen wir nicht vergessen und außerdem trotzen wir täglich vielen Herausforderungen.

Kinder anderer Altersgruppen

Unsere Gruppen sind alters- und geschlechtsgemischt. Sie lernen im täglichen Miteinander gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Teamwork.

Mädchen und Jungen

Unsere Aufgabe ist es die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.

Unsere pädagogische Grundhaltung beruht auf folgenden Prinzipien:

  • Mädchen und Jungen sind gleichwertig
  • Jungen und Mädchen sind gleichberechtigt
  • Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden mit Wertschätzung behandelt.
  • Im Verlgeich der Geschlechter sind die Gemeinsamkeiten bei Intelligenz, Begabungen, Fähigkeiten und anderen Persönlichkeitsmerkmalen größer als die Unterschiede

Interkulturelles Lernen

Die Entwicklung von interkultureller Kompetenz ist ein fortlaufender Lernprozess der bei uns im Kindergarten folgende Bildungsziele umfasst:

  • Förderung kultureller Aufgeschlossenheit und Neugierde
  • Fremdsprachliche Neugierde und Offenheit fördern
  • Fremdheitskompetenz vermitteln

Unsere Kinder lernen z.B. verschiedene kulturelle Feste kennen, kulinarische Unterschiede, religiöse Besonderheiten...

Werteorientierung und Religion

In der heutigen Zeit kommt der Vermittlung des christlichen Glaubens eine immer größere Bedeutung zu. Die Schöpfung aus Gottes Hand soll positiv erlebt werden und ein vernünftiger Umgang damit erreicht werden. Wir wollen die Kinder für Gott sensibel machen. Gott ist immer für uns da und liebt uns wie wir sind, mit all unseren Stärken und Schwächen.

Wir fördern in den Kindern Grund-Vertrauen zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu Gott. Kinder, in denen Vertrauen wächst, werden fähig mitten in ihrem Leben Gott zu spüren. Kinder, die vertrauen, trauen sich Leben zu hinterfragen, nach Antworten zu suchen.

Kinder bemerken den Unterschied einer rein naturwissenschaftlichen Sicht und einer hinter die Phänomene blickende Perspektive die nach Sinn und Bedeutung, nach dem Woher? Wohin? und Wozu? fragt.

Praktische Beispiele:

- Gestaltung einer Gebetsecke in jedem Gruppenraum

- Erzählungen aus dem Leben und Handeln Jesu

- Feiern von Kirchenfesten

Sprache

Kinder brauchen die Fähigkeit sich angemessen in der deutschen Sprache sowie durch Mimik und Gestik auszudrücken, längeren Darstellungen oder Erzählungen zu folgen, diese wiederzugeben und selbst Geschichten zusammenhängend zu erzählen.

Sie sollen Wortschatz, Begriffs- und Lautbildung, Satzbau und sprachliche Abstraktionen entsprechend ihrem Entwicklungsstand erweitern und verfeinern.

Durch regelmäßige Bilderbuchbetrachtungen, Erzählungen, Gespräche, Fingerspiele, Lieder...wird dies spielerisch eingeübt.

Die Wertschätzung und Förderung von Zwei- und Mehrsprachigkeit gehört ebenso zur sprachlichen Bildung. So können Kinder im letzten Kindergartenjahr erste Erfahrungen mit Englisch machen.

Die Grundlage unserer gezielten und differnzierten Sprachförderung ist die Begleitung der Sprachentwicklung eines jeden Kindes durch regelmäßige Beobachtung und Dokumentation.

Mit den Vorschulkindern führen wir jährlich Inhalte aus den Programmen "Olli der Ohrendedektiv" und "Höhren, Lauschen, Lernen" durch.

Kindern, die noch etwas Unterstützung zur vollen Entwicklung der sprachlichen Kompetenz benötigen, bieten wir die Förderung im "Vorkurs Deutsch" an.

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Durch den Gebrauch von Telefon, CD-Playern, DVD-Geräten, Episkop, Computer... lernen Kinder die Bedeutung und Verwendungsmöglichkeiten von alltäglichen informationstechnischen Geräten und von Medien in ihrer Lebenswelt kennen.

Praktische Beispiele:

- Dias an Ostern

- Filme an Fasching

- Zeitungsausschnitte im Morgenkreis

- Transparenz vom Kindergarten zum Elternhaus:

Kinder bringen Informationen aus dem Internet von zu

Hause mit

Mathematik

Bei allen Kindern nutzen wir die vorhandene Neugier und den natürlichen Entdeckungsdrang auch hinsichtlich des Umgangs mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen für die Aneignung mathematischer Vorläufer-Kenntnisse und Fähigkeiten.

Im täglichen Umgang mit mathematischen Gesetzmäßigkeiten, sowie in den Projekten "Komm mit mir ins Zahlenland" und "Entenland" lernen die Kinder bei uns mengen- und zahlenbezogenes Wissen, Zählfertigkeiten, Rechenfertigkeiten sowie Raum-Lage-Beziehungen kennen.

Praktische Beispiele:

- Kuchen backen

- Kinder in der Gruppe zählen und errechnen wie viele fehlen

- Geometrische Formen im Umfeld suchen

Naturwissenschaften und Technik

Mädchen wie Jungen haben ein großes Interesse an Phänomenen der belebten und unbelebten Natur. Sie haben Spaß am Experimentieren und Beobachten.

Naturwissenschaftliche und technische Experimente leisten einen wesentlichen Beitrag, den persönlichen Bezug der Kinder zu ihrer Umwelt zu festigen. Sie lernen naturwissenschaftliche Zusammenhänge in der Natur zu verstehen und selbst Experimente durchzuführen.

Sie lernen lebensweltbezogene Aufgaben zu bewältigen, die naturwissenschaftliche oder technische Grundkenntnisse erfordern.

Praktische Beispiele:

- Magnetisches Spielmaterial zum Konstruieren

- Experimentierkästen

- Tisch- und Regelspiele mit Formen und Zahlen

- praktische Experimente

Umwelt

Umweltbildung und -erziehung berührt viele Lebensbereiche, von der Naturbegegnung über Gesundheit und Werthaltungen bis hin zum Freizeit- und Konsumverhalten.

Während Spaziergängen, Wanderungen, Waldtagen, Anschauungen oder auch im Garten machen unsere Kinder vielfältige Erfahrungen mit Tieren und Pflanzen. Sie lernen z.B. die Schönheit der Natur und der Lebewesen zu achten und zu respektieren.

Der Umgang mit Naturmaterialien regt Fantasie und Kreativität in hohem Maße an.

Kinder lernen ökologische Zusammenhänge zu erkennen und mitzugestalten, ein Bewusstsein für eine gesunde Umwelt zu entwickeln und so zunehmend Verantwortung für die Welt, in der sie leben, zu übernehmen.

Praktische Beispiele:

- umweltfreundliches Verhalten einüben

- Mülltrennung

- Sensibilisierung für sparsamen Umgang mit Wasser

Ästhetik, Kunst und Kultur

Ausgangspunkt ästhetischer Erziehung sind die fünf Sinne, nämlich Riechen, Schmecken, Hören, Sehen und Tasten.

Ästhetische Bildung bedeutet, Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu fördern. Sie versucht Kopf, Herz und Hand mit ihrem Angebot zu erreichen.

Unsere Kinder lernen ihre Umwelt in ihren Formen, Farben und Bewegungen sowie in ihrer Ästhetik wahrzunehmen und das Wahrgenommene schöpferisch und kreativ gestalterisch umzusetzen.

Wichtig dabei ist uns auch ein jährlicher Besuch eines Theaters mit den Kindern, um Alternativen gerade zum Fernsehen aufzuzeigen.

Praktische Beispiele:

- zeichnen, malen, kleben, schneiden, bauen, kneten

- ausprobieren unterschiedlicher Maltechniken

(Wasserfarben, Fingermalfarben, Cromarfarben)

Musik

Wir ermutigen unsere Kinder z.B. bei Festen, Sing- und Kreisspielen, Liedeinführungen..., gemeinsam zu singen. Sie lernen Musik konzentriert und differenziert wahrzunehmen und erhalten Gelegenheit, verschiedene Musikinstrumente kennen zu lernen und auszuprobieren.

Musik fördert die Freude am Leben und ist Teil der Erlebniswelt des Kindes.

Der Umgang mit Musik fördert die gesamte Persönlichkeit des Kindes:

  • Musik fördert die soziale Kompetenz
  • Musik trainiert aktives Hören
  • Musik sensibilisiert alle Sinne und spricht Emotionen an
  • Musik regt Phantasie und Kreativität an
  • Musik fördert die motorische Entwicklung und das Körperbewusstsein
  • Musik fördert die Sprachentwicklung

Leitziel unserer musikalischen Bildung und Erziehung ist, dass die Kinder Musik als Quelle von Freude und Entspannung erfahren sowie als Anregung zur Kreativität z.B. im Instrumentalspiel, im Erzählen, Bewegen und Malen.

Praktische Beispiele:

- singen

- tanzen

- Musikinstrumente gezielt einsetzen und ausprobieren

(Klanggeschichte)

- Klatschübungen z.B. Silben klatschen

- Kreisspiele zur Sensibilisierung des Gehörs

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Kinder brauchen Gelegenheit, ihre motorischen Fähigkeiten ausgiebig zu erproben und ihre Geschicklichkeit im Rahmen eines aureichenden und zweckmäßigen Bewegungsfreiraums entwickeln zu können.

Bewegung fördert die kognitive und soziale Kompentenz sowie die physische und psychische Gesundheit.

Neben regelmäßigen Turn-, Tanz- und Rhythmikeinheiten sowie in Psychomotorikstunden haben unsere Kinder die Möglichkeit sich frei im Bälle- oder Kastanienbad, in der Hängeschaukel oder -matte zu verwirklichen.

Im Garten stehen neben Trampolin, Nestschaukel, Kletterkombination und Balancierbalken viele kleine mobile Geräte zur Verfügung.

Praktische Beispiele:

- Ausflüge in die Natur

- Bewegungsgeschichten

- Bewegung im Wasser

Gesundheit

Wir achten bei unseren Kindern auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zur Brotzeit steht den Kindern Mineralwasser, Apfelsaftschorle, Tee und Milch zur Verfügung. Mitgebracht werden darf alles was schmeckt. Süßigkeiten sind nicht gerne gesehen.

Außerdem üben wir einfache Hygiene- und Körperpflegemaßnahmen ein. Darunter verstehen wir das Händewaschen vor dem Essen oder nach dem Toilettenbesuch aber auch das vernünftige Anziehen wenn wir nach Draußen wollen.

Alle zwei Jahre besucht uns ein Zahnarzt im Kindergarten zur Prävention. Die Themen lauten "Zahngesundheit" und "Keine Angst vor dem Zahnarzt".

Nicht zuletzt setzen wir uns auch mit Gefahren im Alltag auseinander, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden.

Wir machen Gefahrensituationen im Kindergarten bewußt und stellen Regeln zur Sicherheit auf. Wir lernen wie wir uns bei Brand oder Unfall zu verhalten haben und wir erfahren mit der PI in Neumarkt verkehrsgerechtes Verhalten auf der Straße kennen.

Praktische Beispiele:

- Kochen, backen

- Obst- und Gemüsekorb

- Entspannungsgeschichten

Sonstige

Unseren Kindern ist sehr wichtig:

  • Projektarbeit
  • Ausflüge (z.B. Jurazoo, Freibad, Eisdiele, LGS...)
  • Besichtigungen (z.B. Gärtnerei, Feuerwehr, Bäckerei...)
  • Vorschularbeit (z.B. Schulbesuch, Ausflug für uns Große..)