Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Kinder sind anhänglich, dankbar, lernfähig, wissbegierig, aggressiv, zerstreut, traurig, fröhlich, aufgeregt, zappelig, hungrig, neugierig, fantasievoll, müde, wütend, zornig, hilfsbereit, gesprächig, wortkarg, fordernd. Sie besitzen die ganze Vielfältigkeit der Menschen.

Alles, was für das Leben notwendig ist, ist von Natur aus angelegt. Wir als ErzieherInnen sehen unsere Aufgabe darin, die Kinder da abzuholen, wo sie gerade stehen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Die juristische Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das Bayrische Kindertagesstättengesetz, in dem in Artikel 7 die Aufgaben der Kindertagesstätten festgelegt sind. Unsere Arbeit orientiert sich an den Lebensbedingungen der Kinder und den Situationen, die sich aus dem täglichen Miteinander ergeben. Um in ihrer unmittelbaren Umgebung zurechtzukommen und die Zusammenhänge in der Erwachsenenwelt besser zu verstehen, brauchen viele Kinder mehr Hilfe und Untertützung als früher. Viele Erfahrungen, welche die Kinder ganz natürlich im Umgang mit Menschen und Dingen ihrer unmittelbaren Umgebung machen konnten, sind heute sehr schwer erlebbar. Gerade dies ist so wichtig für ihr weiteres Leben. Deshalb versuchen wir Situationen aufzugreifen, die den Kindern wichtig sind und bearbeiten sie gemeinsam.

Unsere Arbeit richtet sich im Wesentlichen nach dem Alter, dem Entwicklungsstand sowie den individuellen Bedürfnissen des Kindes. Diese drei Kriterien stellen die Grundlage für unser pädagogisches Handeln dar. Im Vordergrund steht für uns, in emotionaler, körperlicher und geistiger Hinsicht auf das Kind einzugehen und damit die Gesamtpersönlichkeit des Kindes zu fördern.

Die Kinder werden von uns ernst genommen und respektiert. Wir geben ihnen die Möglichkeit, voneinander zu lernen und in einer geborgenen Atmosphäre zu spielen. Als familienergänzende Einrichtung ist es uns ein großes Anliegen, die Kinder vom ersten Kindergartentag bis zur Einschulung zu begleiten und zu fördern.

Wir sind eine evangelische Einrichtung. Deshalb nimmt die religiöse Erziehung auch einen wichtigen Platz in unserer pädagogischen Arbeit ein. Wir machen erste Schritte mit den Kindern, den Glauben lebendig und erlebbar zu machen. Sie sollen in der Kirche eine Gemeinschaft erfahren, Vertrauen und Geborgenheit spüren. Unterstützend begleiten wir die Kinder bei der Bewältigung ihrer Probleme und nehmen sie in ihren Ängsten wahr und ernst. Nicht immer haben wir auf alle Glaubensfragen eine Antwort, doch wir versuchen stets ehrlich und ernsthaft mit den Kindern umzugehen. Weiterhin orientieren wir uns an den kirchlichen Festen. Beim gemeinsamen Feiern dieser Feste erleben sich die Kinder als wichtiger Teil ihrer Gemeinschaft in der Kindertagestätte und in der Kirchengemeinde. Es ist uns auch wichtig, die Kinder durch die Begegnung mit der Natur zu einem achtsamen Umgang mit der Schöpfung anzuleiten.

Bei aller Planung und Zielsetzung wollen wir uns aber nicht zu sehr auf vorprogrammierte Projekte festlegen. Wir möchten den Kindern und uns einen Freiraum lassen für "Unvorhergesehenes". Es ist für uns von Bedeutung, Zeit zu haben, um Situationen aufgreifen zu können, die den Kindern gerade wichtig sind, um sie gemeinsam zu be- und verarbeiten.

Unser Ziel ist es den Kindern in kleinen Schritten zu helfen, in unsere Welt hineinzuwachsen.

Kindheit ist etwas Wertvolles, wir versuchen sie zu bewahren, solange es geht.