Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Das offene Konzept

Dem Konzept der "offenen Arbeit" liegt ein Partizipationsverständnis zugrunde, das alle Betroffenen zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Ihm wohnt die Überzeugung inne, dass Erwachsene auf das Entwicklungspotenzial von Kindern vertrauen können und dass Kinder in selbstinitiierten, -gesteuerten und -geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönlichen Entwicklungschancen finden können. Erwachsene finden sich in der Rolle als Begleiter, Lernpartner, Zuhörer, Unterstützer, Berater, Resonanzgeber und Coach wieder. In der offenen Arbeit wird das Kind von seinem Wesen her als grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert angesehen. Es braucht daher nicht unentwegt von den ErzieherInnen stimuliert, motiviert und angespornt werden. Wichtiger ist eine gut vorbereitete Umgebung, d.h. anregende (Funktions-)räume (innen und außen), gute Ausstattungen und ausreichende Spiel-, Verbrauchs- und Beschäftigungsmaterialien (auch Werkzeuge).

So ist es den Kindern möglich, sich selbst zu organisieren. Sie können selbst entscheiden, was sie gerade tun wollen und mit wem sie es tun wollen.

Offenes Arbeiten bedeutet, immer in geistiger Bewegung zu bleiben. Arbeiten in einer offenen Einrichtung ist ein immer fortwährender Prozess, der durch ständigen Wandel geprägt ist.

Um den Alltag in der offenen Arbeit zu strukturieren, arbeiten die Hortfachkräfte in täglich wechselnden Zuständigkeitsbereichen: Aufsicht, Küche, Freispiel und Hausaufgabenbetreuung. Die Gestaltung der Hausaufgabenbetreuung ist in unserem Hausaufgabenleitfaden festgeschrieben, der sich im Anhang an die Konzeption befindet.

Zur Orientierung für die Kinder und Eltern ist auf einer Tafel an der Küchentür ersichtlich, welche Person am jeweiligen Tag für welchen Zuständigkeitsbereich verantwortlich ist.

Aufsicht

Die „Aufsicht“ empfängt die Kinder und registriert deren Anwesenheit. Sollte ein Kind im Hort unentschuldigt fehlen, forscht die „Aufsicht“ nach.

Sie klärt Konflikte und unterstützt die Kinder in ihrer Freispielzeit. Des Weiteren ist sie AnsprechpartnerIn bei Fragen der Kinder und Eltern. Sie sorgt für die Einhaltung von Ordnung im Innen- und Außenbereich. Die Aufsichtsperson ist dafür verantwortlich, dass die Kinder ihre Nachmittagstermine (z.B. Nachmittagsunterricht, Arzttermin) wahrnehmen und registriert das Zurückkommen bzw. das nach Hause gehen.

Küche

Als einen zentralen pädagogischen Bereich in unserer Arbeit betrachten wir die Essensituationen. Hier ist Platz und Zeit, das Kind willkommen zu heißen, Informationen weiterzugeben, Erlebtes in Gesprächen mit anderen Kindern und uns Erwachsenen auszutauschen und Befindlichkeiten wahrzunehmen, um darauf Einfluss nehmen zu können.

Die zuständige Person begleitet das Mittagessen und gestaltet zusammen mit den Kindern das Essensangebot für den Nachmittag. Dafür bereitet die Mitarbeiterin zusammen mit den Kindern Obst, Gemüse, Nüsse und kleine Kochangebote (Waffeln, Pizzatoast, Popcorn, …) zu.

Freispiel

Eine Mitarbeiterin begleitet das Freispiel der Kinder. Sie unterstützt die Kinder bei der Umsetzung ihrer Ideen. Sie stellt den Kindern das benötigte Material bereit und steht als Spielpartnerin zur Verfügung. Sie führt betreute Angebote (z.B. Kerzen ziehen, Töpfern, Filzen, …) mit den Kindern durch.