Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Leitziel entsprechend § 1 KJHG

"Erziehung zu einer eigenverantwortlichen gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit!"

Unsere pädagogische Arbeit beruht auf dem Grundsatz des demokratischen Erziehungsstils. Wir arbeiten prozessorientiert und bieten Zeit und Raum für die individuelle Entwicklung des Einzelnen. Dabei sehen wir uns in der Rolle des respektvollen und liebevollen Begleiters.

Die Jugendlichen werden in ihrer individuellen Persönlichkeit angenommen und nur die Verhaltensweisen, die von den bestehenden Regeln und Normen abweichen, werden abgelehnt bzw. sanktioniert.

Da sie zu Hause oft inkonsequentem Erziehungsverhalten ausgesetzt sind und dadurch ein höheres Maß an Regeln und Grenzen brauchen, muss unser Verhalten für den Jugendlichen klar, konsequent und nachvollziehbar sein.

Die PädagogInnen knüpfen an den Alltagserlebnissen und den Lebenswelten der Jugendlichen an. Die Jugendlichen werden unter Berücksichtigung ihres jeweiligen Kulturkreises, ihrer eigenen Lebensentwürfe, Interessen und Problemlagen und in ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten ernst genommen.

Im Rahmen von professioneller Erziehungsarbeit bieten die pädagogischen Fachkräfte den Jugendlichen Vertrauen, Verlässlichkeit und Erreichbarkeit.

PARTIZIPATION:

Nach unserem heutigen Verständnis ist die Kindheit ein besonders geschützter Raum des Heranwachsens. Im Zuge der Entwicklung der Kinderrechte standen zunächst die Gesichtspunkte des Kinderschutzes im Vordergrund. Der Einschränkung der Kinderarbeit folgten Schutz vor Gewalt und Missbrauch.

Der heutige Kinderschutz rückt außerdem den Schutz vor Vernachlässigung und den Schutz der seelisch-geistigen Gesundheit in den Blick.

Heute sind diese Punkte im § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes verankert, das jedem jungen Menschen das Recht auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit einräumt.

Aus der jüngsten kinderpolitischen Entwicklung stammt das Recht des Kindes auf Beteiligung (Partizipation).

So sind Schutz, Förderung und Beteiligung des Kindes ein Anspruch der Vereinten Nationen und setzten einen Maßstab für die qualitative Umsetzung der Konventionen.

Der zentrale Punkt des pädagogischen Handelns stellt die Haltung der Pädagogen als Mensch, ihre professionelle Authentizität, Klarheit, Grenzsetzung und die sich daraus ergebende Modellwirkung dar.

Unser Schwerpunkt liegt in der sozialen und schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen im Jugendalter, die aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation einen erhöhten, individuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbedarf haben.

Ziele, die sich aus diesen Schwerpunkten ableiten lassen:

1. Förderung der sozialen Kompetenz

2. Förderung der lerntheoretischen Kompetenz

3. Förderung der Sachkompetenz

4. Zusammenarbeit mit den Eltern

5. Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendsozialarbeit, Förderverein, Bürgerinitiative, Adidas

Sozialpädagogische Arbeitsweisen, die der Praxis zugrunde liegen.

Schwerpunkt 1:

Wir wollen den Jugendlichen aus dem sozialen Brennpunkt in Bruck lebenspraktische Fähigkeiten vermitteln, Handlungskompetenzen und soziale Kompetenzen aufzeigen und somit ihre Lebensfertigkeit verbessern.

Um diesen Schwerpunkt umzusetzen, arbeiten wir nach folgender Methode:

Projekt KURSSYSTEM

1. Durch Beobachtung der Gruppe und der einzelnen Jugendlichen im Alltag erkennen wir die Erfordernisse unter Berücksichtigung des Lebensraumes, der aktuellen Situation, des Entwicklungsstandes und der individuellen Bedürfnisse (funktionsorientierter Ansatz)

1.1 Einzelgespräche mit den Jugendlichen (Selbst- und Fremdeinschätzung/Zielerarbeitung)

2. Elterninformation (E-Abende, E-Gespräche, E-Briefe)

3. individuelle Ressourcen der MitarbeiterInnen einplanen

4. Rahmen für die einzelnen Kurse schaffen

5. aktuelle Kurse 2019/2020:

5.1 Jungengruppe

5.2 Mädchengruppe

5.3 Lernteam für 9. bis 10. Klasse

5.4 Fußballhallenprojekt

5.6 Partizipationskurs -> Lerni-sprechen

5.7 Kreative-Werk-Angebote

6. Zwischenbilanzen und Reflexionen