Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Unsere pĂ€dagogische Arbeit leitet sich ab aus den Bildungs-und Erziehungszielen des bayrischen Kinderbildungs-und betreuungsgesetz (BayKiBiG) mit AusfĂŒhrungsverordnung vom 05.Dezember 2005.

Unser Auftrag:

Als Kindertageseinrichtung bieten wir jedem einzelnen Kind vielfĂ€ltige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewĂ€hrleisten, Entwicklungsrisiken frĂŒhzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befĂ€higen.

Damit Kinder grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale erwerben, ist es erforderlich die Basiskompetenzen bei einem Kind zu fördern. Ein Kind erlebt sich dann als kompetent, wenn es in eine soziale Gemeinschaft eingebunden ist, selbstbestimmtes Handeln erlebt und Probleme aus eigener Kraft lösen kann.

Die Kinder entwickeln Basiskompetenzen in folgenden Bereichen:

  • Soziale Kompetenz
  • Kognitive Kompetenz
  • Personale Kompetenz
  • Physische Kompetenz
  • Lernkompetenz
  • Werte- und Orientierungskompetenz
  • FĂ€higkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Aus diesem Auftrag leitet sich unsere Zielsetzung ab.

  • Als katholische Tageseinrichtung ermöglichen wir dem Kind soziale LernrĂ€ume. In unserem partnerschaftlichen und respektvollen Umgang miteinander, lernen Kinder Toleranz, SolidaritĂ€t und MitgefĂŒhl. Unsere Arbeit ist geprĂ€gt von einem christlichen Menschenbild.
  • Wir achten das individuelle Entwicklungstempo eines jeden Kindes, so dass es gemĂ€ĂŸ seines Tempos seine Interessen, FĂ€higkeiten und Fertigkeiten offenbaren kann. Wir fördern und fordern eine ganzheitliche Entwicklung beim Kind.
  • Ein besonderer pĂ€dagogischer Schwerpunkt ist ein verstĂ€ndnisvoller Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern. Eine angenehme und vertrauensvolle AtmosphĂ€re ist die Basis fĂŒr eine gute Lernentwicklung. Im Mittelpunkt stehen die besonderen BedĂŒrfnisse der Kinder, ein Lernen mit allen Sinnen, Mitgestaltung und Mitbestimmung und die Erziehung zur SelbstĂ€ndigkeit.
  • Durch selbststĂ€ndiges und selbstbestimmtes Handeln erlangt das Kind Zuversicht und Selbstvertrauen. Die Freiarbeit ermöglicht dem Kind die freie Wahl, mit wem, was und wie lange es spielt. Das Kind lernt so seine Arbeit selbst zu organisieren und selbst zu bestimmen.
  • In unserem Haus lernen Kinder ein soziales Miteinander, Beziehungen aufzubauen, Konflikte angemessen zu lösen, sich sprachlich angemessen auszudrĂŒcken sowie eigene BedĂŒrfnisse zu Ă€ußern oder fĂŒr die Gemeinschaft zurĂŒckzustellen.

Die Methode fĂŒr die Erreichung unserer Zielsetzung basiert auf den Grundgedanken der italienischen Ärztin und PĂ€dagogin Maria Montessori.

Sie entwickelte aus Studien, Beobachtungen und Erfahrungen ein pÀdagogisches Konzept, das die gelungene individuelle Entwicklung und Entfaltung von Kindern im sozialen Miteinander zum Ziel hat.

"Hilf mir es selbst zu tun" ist fĂŒr ihre Erziehungsprinzipien die Kernaussage. Dieser Satz verdeutlicht das Ziel von Maria Montessori. Sie hat ihre PĂ€dagogik so aufgebaut, dass das Kind lernt, selbststĂ€ndig zu werden und somit unabhĂ€ngig vom Erwachsenen.

Die Aufgabe der Erzieherin ist es, die Umwelt so auszugestalten, dass von ihr entsprechend der sensiblen Phasen des Kindes optimale Lern- und Wachstumsanreize ausgehen. Wir bezeichnen diese Umwelt als vorbereitete Umgebung.

Zu dieser gehören:

  • Das Entwicklungsmaterial von Maria Montessori
  • Die vorbereitete Erzieherin
  • Beobachtung und Achtung der individuellen kindlichen Entwicklung

Das Entwicklungsmaterial:

  • ist fĂŒr die HĂ€nde der Kinder gedacht und fordert zum Handeln auf
  • bietet jeweils isolierte Sinneserfahrung und Lernschritte an, so dass jedes Kind individuell arbeiten kann
  • ist begrenzt und vermeidet ReizĂŒberflutung
  • enthĂ€lt eine Fehlerkontrolle und vermeidet Wertungen des Erwachsenen
  • gibt dem Kind die Möglichkeit seine eigenen Erfahrungen zu machen und zwar in der Zeit, die es dafĂŒr braucht
  • wird jedem Kind von der Erzieherin dargeboten

Neben dem Montessorimaterial finden die Kinder in unserem Haus ein Puppenecke, Bauecke, Verkleidungsecke und andere ausgewÀhlte Lernmaterialien.

Freiarbeit und gezielte Lern-und Bildungsangebote wechseln sich in unserem pÀdagogischen Alltag ab.

Dazu gehören:

Turnen,Waldtage,gesundes FrĂŒhstĂŒck, singen,basteln uvm...

Die vorbereitete Erzieherin:

  • sorgt fĂŒr eine gepflegte, saubere und ordentliche Umgebung
  • beobachtet das Kind in seiner Arbeit, um SensibilitĂ€ten wahrzunehemen und StĂ€rken und SchwĂ€chen kennen zu lernen
  • respektiert das Kind in seiner Arbeit ohne es zu unterbrechen
  • akzeptiert, wenn ein Kind sich ausruht und andere beobachtet ohne es zur Arbeit zu zwingen
  • wartet ab und beobachtet, regt an und berĂ€t das Kind
  • kennt und beherrscht das Material

Die Beobachtung und Achtung der individuellen kindlichen Entwicklung:

Zur Förderung eines Kindes ist es notwendig den Entwicklungsstand- und Schritte im Alltag zu beobachten. Nach eingehender Beobachtung holen wir das Kind dort ab, wo es steht und setzen mit unserer pÀdagogischen Arbeit bei seinem FÀhigkeiten und Fertigkeiten an.

Zusammenfassend unsere besonderen Schwerpunkte

. IndivdualitÀt

. Soziales Miteinander

. Durch Freiarbeit zur SelbststÀndigkeit und

UnabhÀngigkeit

. Vermittlung christlicher Werte, wie Toleranz, MitgefĂŒhl

und SolidaritÀt

. Beobachtung der kindlichen Entwicklung