Zusammenarbeit mit den Eltern

Information

Unsere Eltern werden im folgenden informiert:

  • persönliche Gespräche
  • Infotafel in der Einrichtung
  • Elternbriefe
  • Medien von Presse und Rundfunk

Elternsprechstunden, Elternabende

Elternsprechstunden finden wöchentlich Mittwochs von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr, bzw. bei Bedarf nach 16.30 Uhr (in Abhängigkeit der Möglichkeiten der Eltern) statt.

Elternabende finden in unregelmäßigen Abständen statt. Sie beinhalten u.a. Informationsabende, Bastelabende, spezielle Themen ( z. Bsp.: Hyperaktivitäten, Straßenverkehr, Allergien, Informationen der Grundschulen für die künftigen Schulkinder, usw. )

Mitwirkungsmöglichkeiten

Der Zusammenarbeit von Elternschaft und Personal kommt in diesem Kindergarten eine besondere Bedeutung zu. Die Elternschaft ist, sofern sie ihre Trägerfunktion aktiv im Beirat oder im Vorstand übernimmt, am institutionellen Reglement des Kindergartens maßgeblich beteiligt. Intensiver als in anderen Einrichtungen muss daher immer wieder das Gespräch über den Kindergartenalltag als solchen geführt werden: seiner Problematik und seinen Auswirkungen in erziehungspragmatischer Hinsicht.

Mitbestimmungsmöglichkeiten

Zu der gemeinsamen Aufgabe von Trägerschaft und Personal, einen allgemein verträglichen Kindergartenalltag zu gestalten, gehört, dass die Verantwortlichen in einem gewissen Maße von ihren Einzelinteressen (Arbeitnehmerinneninteresse, Mutter- oder Vaterinteresse) absehen. Die Auseinandersetzung darüber, was "richtige Ernährung" für das Frühstück und die Brotzeit heißen kann, wie weit die Bedürfnisse nach frischer Luft und Austoben gehen, ob alle Kinder einen Mittagsschlaf brauchen usw. kann sich natürlich nicht nach Einzelfällen richten ("also meines wird krank, wenn es zu viel draußen ist", "also meine will halt ihre Milchschnitte", "also wir können nicht ..."). Die Auseinandersetzung muss sich darauf beziehen, was sich zwischen einem Wunschdenken der Eltern (keine Süßigkeiten, oder gar kein Zucker im Kindergarten, zwei Stunden frische Luft am Tag) und den pädagogischen Möglichkeiten der Erzieherinnen praktisch umsetzen lässt. Deshalb ist es ganz gut, wenn die Eltern, wie etwa beim gesunden Frühstück, den Alltag mit der Kindergruppe praktisch zu spüren bekommen, wie es auch für die Eltern wichtig ist, dem Wunschdenken der Erzieherinnen Folge zu leisten (jedes Kind braucht Gummistiefel für den Waldtag und Handschuhe, wenn es zum Schlittenfahren geht ...).

Neben der besonderen Konstruktion, dass die Eltern in diesem Kindergarten die Trägerschaft übernehmen, liegt es in der gemeinsamen Verantwortung des Trägers und des Personals, über die soziale Komponente und Auffassung des Vereins nachzudenken. Zwar interessieren sich die Eltern naturgemäß nur wenige Jahre für den Kindergarten ihrer Töchter und Söhne und setzen sich für ihn ein, was sich auf die regelmäßig wechselnde Besetzung des Beirats und des Vorstandes des Vereins auswirkt. Diese Situation ergibt aber nicht nur ein ständiges und womöglich irritierendes, gegenseitiges "Dreinreden", sondern auch die Möglichkeit, den Kindergartenalltag flexibler und innovativer zu gestalten. Nicht zuletzt dadurch, dass sich die Kindergruppe selbst jedes Jahr verändert und neu zusammensetzt, darf diese Möglichkeit, über Alltagspraktiken im pädagogischen Bereich nachzudenken und sie sinnvoll zu verändern, nicht unterschätzt werden. Das Gespräch über die Anforderungen und Wünsche an den Kindergartenalltag einerseits und die Möglichkeiten ihrer Lösung oder Verwirklichung andererseits, kann nur unter der Voraussetzung gegenseitiger Bereitschaft zur Kooperation sinnvoll geführt werden und sinnvolle Auswirkungen haben. Eine solche Voraussetzung ist die Offenheit zwischen Elternschaft und Personal, die sich nicht in gegenseitigen Rechenschaftsberichten oder Informationsabenden erschöpfen kann. Sie ist nicht nur wünschenswert, sondern in diesem Kindergarten, der sich nicht über eine lange Tradition christlicher, anthroposophischer oder öffentlich-rechtlicher Maßgaben definiert, notwendig.

Die Auseinandersetzung über den Erziehungsalltag darf die Handlungs- und Kompetenzbereiche der beteiligten Gremien und Interessensgruppen (Beirat, Vorstand, Elternschaft, Personal) nicht überschreiten und muss auf einer Ebene und an einem Ort stattfinden, der den Alltag vorerst nicht berührt.

Zur Offenheit der beteiligten Verantwortlichen gehört etwa, dass die Eltern sich sporadisch an der Gestaltung des Kindergartenlebens beteiligen. Da die Erzieherinnen sowohl den Tagesablauf besser kennen und damit umgehen müssen, als auch durch ihre Arbeitsverträge die größere Kontinuität in der Kinderbetreuung herstellen, ist von ihnen in besonderer Weise gefordert, ihre pädagogische Arbeit transparent zu machen und darzustellen.

Die besondere Anforderung, die sich dadurch für die Elternschaft und das Personal des Puchtler-Kindergartens ergeben, liegen in der Tatsache, dass eine solche Auseinandersetzung über die pädagogische Arbeit Zeit und Engagement in Anspruch nimmt, die in einem gewissen Rahmen hinausgehen über die Arbeitszeiten und über das Plaudern beim Holen und Bringen der Kinder.

Elternbeirat

Der Elternbeirat besteht aus Eltern unserer Kindergartenkinder und wird jährlich neu gewählt.

Elternbefragung

Einmal jährlich wird eine Elternbefragung durchgeführt.