Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Als Ausgangspunkt f√ľr unsere p√§gdagogischen Bem√ľhungen legen wir die Aussage aus Donata Elschenbroich, "Weltwissen der Siebenj√§hrigen" zugrunde.

"Strahlende Intelligenz, sagte Sigmund Freud, sei charakteristisch f√ľr Kinder in den Jahren vor der Schule. Nie ist die Neugier, die Lust am Forschen und die Offenheit f√ľr neue Erfahrungen, f√ľr "Welt-Wissen" in einem umfassenden Sinn, gr√∂√üer als in dieser Zeit."

Wir sehen das Kind als ein aktives, auf Selbstbestimmung und Selbständigkeit hin angelegtes Individuum mit universell verankerten Rechten, z.B. auf Bildung.

Wir m√∂chten, dass sich jedes Kind bei uns wohlf√ľhlt, dass es sich sicher und geborgen f√ľhlt und jeden Tag gerne zu uns kommt.

Basiskompetenzen und Ziele

Orientiert an den im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) beschriebenen Kompetenzen, spiegeln sich in unserer Arbeit folgende Schwerpunkte wieder:

  • Personale Kompetenzen

Selbstwertgef√ľhl; positives Selbstkonzept; Autonomieerleben; Kompetenzerleben; Widerstandsf√§higkeit (Resilienz); Koh√§renzgef√ľhl (Verstehbarkeit; Sinnhaftigkeit; Handhabbarkeit)

  • Kognitive Kompetenzen

Differenzierte Wahrnehmung; Denkfähigkeit; Wissensaneignung; Gedächtnis; Problemlösefähigkeit; Kreativität

  • Physische Kompetenzen

√úbernahme von Verantwortung f√ľr Gesundheit und k√∂rperliches Wohlbefinden; grob- und feinmotorische Kompetenzen; F√§higkeiten zur Regulierung von k√∂rperlicher Anspannung

  • Soziale Kompetenzen

Empathie und Perspektiven√ľbernahme; F√§higkeit, verschiedene Rollen einzunehmen; Kommunikationsf√§higkeit; Konfliktmanagement

  • Werte- und Orientierungskompetenz

Werthaltungen; Moralische Urteilsbildung; Unvoreingenommenheit; Sensibilität und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein; Solidarität

  • Lernmethodische Kompetenz

Methoden der Selbststeuerung; Wissen flexibel und kompetent nutzen; Fähigkeit zu Lernen; Fähigkeit zur Beobachtung und Selbstregulation des eigenen Verhaltens

Aufbauend auf den Basiskompetenzen entwickeln sich die Lebenskompetenzen durch das Projekt "Freunde", das Sucht- und Gewaltentstehung bei Kindern im Elementarbereich vorbeugend begegnen will.

Wir als "Freunde-Kindertagesst√§tte" st√§rken die Kinder in ihren Lebenskompetenzen, die vor Sucht- und Gewaltentwicklung sch√ľtzen, bereits im fr√ľhen Alter.

Qualitätsmerkmale:

  • ansprechende R√§umlichkeiten und deren Ausstattung
  • angenehmes Umfeld (Wald in der N√§he, Naturverbundenheit)
  • flexible √Ėffnungszeiten
  • optimaler Personalschl√ľssel (zus√§tzliche Kr√§fte zur speziellen F√∂rderung der Kinder)

Bildungs- und Erziehungsziele f√ľr Kinder und ihre methodische Umsetzung

Die situationsorientierte Planung der beiden Gruppen sowie die gruppen√ľbergreifende Projektarbeit ist ausgerichtet nach den Bildungs- und Erziehungszielen.

  • Ethische und religi√∂se Bildung und Erziehung; Emotionalit√§t und soziale Beziehungen

In unserer Einrichtung werden alle christlichen Feste im Jahresablauf vorbereitet und gefeiert. Dazu gehört die Vermittlung der entsprechenden biblischen Geschichte. In positiver Zusammenarbeit mit den Pfarrern der benachbarten Lutherkirche werden regelmäßig Familiengottesdienste abgehalten.

Auch im Tagesablauf erleben die Kinder religiöse Erziehung:

Regelmäßige Gebete und religiöse Lieder im Morgenkreis.

Im Umgang miteinander ausgehend von der positiven Einstellung der Erzieherin zu den Kindern bis hin zum Ein√ľben von sozialen Verhaltensmustern innerhalb der Gruppe.

  • Sprachliche Bildung und F√∂rderung

Dieser Bereich wird ständig im Kita-Alltag gefördert. Hervorzuheben ist die sprachliche Kommunikation, besonders im Stuhlkreis. Hier wird duch Fingerspiele, Lieder, Gedichte, Kreisspiele und Erzählrunden die Sprache intensiv gefördert. Ergänzend findet bei uns aktive Spracherziehung in Form von Einzel- bzw. Kleingruppenförderung statt.

  • Mathematische Bildung

F√ľr die Entwicklung mathematischer Bildung ist es uns wichtig, den Kindern grundlegende mathematische Erfahrungsbereiche anzubieten. Im Alltag sind mathematische Inhalte enthalten z.B. in Spielen, Reimen und Versen. Dar√ľber hinaus sind gezielte Lernangebote wichtig, in denen Kinder mathematische Denk- und Handlungsweisen erproben.

  • Naturwissenschaftliche- und technische Bildung

Die Kinder erhalten vielfältige Zugänge zu naturwissenschaftlichen Themen, sie lernen Gesetzmäßigkeiten durch Beobachten von Phänomenen und haben Freude am Erforschen und Experimentieren. So entwickelt sich ein Grundverständnis zu diesem Bereich.

  • Umweltbildung und -erziehung

Jeden Mittwoch Nachmittag haben 15 Kinder die M√∂glichkeit, in den nahe gelegenen Wald zu gehen. F√ľr einige Kinder ist der Wald ein vollkommen neues Erfahrungsfeld, sie k√∂nnen dort viel entdecken, beobachten und erleben. Die Kinder lernen einen behutsamen Umgang mit der Natur und Achtung vor der Sch√∂pfung durch Aufenthalt im Garten, Besuch am R√∂hrensee, Spazierg√§nge, Besuch des Botanischen Gartens und Familienwaldnachmittage.

  • Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung

Durch Lieder und Geschichten von CDs, Filme der Stadtbildstelle, Kassettenaufnahmen der Kinder und Dia-Reihen setzen sich die Kinder mit Medien und Informationstechniken auseinander.

  • √Ąsthetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kinder während der Freispielzeit mit den unterschiedlichsten Materialien frei umgehen können. So können sich kreative wie auch schöpferische Fähigkeiten entwickeln.

Bei Projektangeboten können die Kinder an unserer Werkbank den Umgang mit Hammer, Nagel und Säge im freien Spiel lernen. Um das noch zu forcieren, findet bei uns seit Januar 2004 jeden Freitag unser "Selbermach-Tag" statt. Spielmaterial bleibt an diesem Tag aufgeräumt und wird nicht benutzt.

Kulturelle Bildung findet statt durch Besuche im Theater, Zoo, Museum, Kirche, Schlösser usw..

  • Musikalische Bildung und Erziehung

Die Musik ist f√ľr uns ein wichtiger Bestandteil des Kita - Alltages. Dabei stehen im Vordergrund Singen, instrumentale Liedbegleitung, Tanz, Pantomime, rhythmisches Musizieren und Spiele zum differenzierten H√∂ren.

  • Bewegungserziehung und -f√∂rderung, Sport

Um f√ľr ausreichende Bewegung zu sorgen, findet am Vormittag einmal w√∂chentlich eine Turn- oder Rhythmikstunde statt. Au√üerdem legen wir gro√üen Wert darauf, bei Wind und Wetter raus zu gehen bzw. in den Wald zu gehen. Als optimale Erg√§nzung w√§hrend der Freispielzeit wird unser gro√üz√ľgiger Flur und Mehrzweckraum mit einbezogen. Durch die reichhaltige Auswahl von Turnger√§ten werden die Kinder spielerisch zu mehr Bewegung motiviert.

Am Dienstag Nachmittag bieten wir eine zusätzliche Sportstunde an. Ziel dieser Maßnahme ist die Förderung präventiver Spiel- und Bewegungserziehung.

Das Jugendamt bietet jedes Jahr f√ľr die Gro√üen in der Kita einen Wassergew√∂hnungskurs im letzten Jahr vor der Schule an.

  • Gesundheitserziehung

Durch Themen wie z. B. "Gesunde Ernährung" leiten wir die Kinder an, das genussvolle, freudige und mit der Zeit selbstverständliche Essen gesunder Lebensmittel in den Mittelpunkt zu stellen. Die Kinder lernen den Ernährungskreis und Hygienemaßnahmen. Auch der Zahnarzt wird von den Vorschulkindern jährlich besucht.